Bürgersteige schlecht zu begehen

WAT nachlässig: Auf der Karl-Arnold-Straße in Eppendorf sind noch immer deutliche Spuren zu sehen, die der Pfingststurm „Ela“ hinterlassen hat.Foto:Jürgen Reinhardt
WAT nachlässig: Auf der Karl-Arnold-Straße in Eppendorf sind noch immer deutliche Spuren zu sehen, die der Pfingststurm „Ela“ hinterlassen hat.Foto:Jürgen Reinhardt
Auch ein Jahr nach dem Pfingststurm „Ela“ sind noch nicht alle Schäden behoben. Befall von Nadelhölzern durch Fichtenröhrenlaus befürchtet

Im Rahmen der Serie „WAT schön – WAT schäbig“ werfen die WAZLeser einen kritischen Blick auf das, was vor ihrer Haustür passiert.

WAT trocken

„Wir wohnen in der Nähe des Ehrenmals und haben uns über die Neuanpflanzung nach dem Pfingststurm ,Ela’ gefreut. Leider sehen wir mit Bedauern, dass die zahlreichen Bäumchen anscheinend unter der zunehmenden Trockenheit leiden und auch nicht gegossen werden. Bei einer Rückfrage beim Grünflächenamt der Stadt Bochum wurde uns mitgeteilt, dass Anpflanzung und Pflege (Bewässerung) in der Hand einer beauftragten Firma liegen“, teilen Gabi und Friedhelm Kamerewerd mit. Nun, dieser Tage sind ja ein paar Tropfen vom Himmel gefallen. Doch sollte das Grünflächenamt beim Wort genommen werden.

WAT schäbig

In Eppendorf „ist nicht immer alles schön“, berichtet Jürgen Reinhardt. Und weiter: „Da sind etwa nach über einem Jahr nach dem Pfingststurm noch beschädigte Bürgersteige vorhanden, die für Menschen mit Behinderungen und Mütter/Väter mit Kinderwagen kaum zu begehen sind.“ Jürgen Reinhardt belegt seine Kritik auch mit einem Foto von der Karl-Arnold-Straße. Er fragt: „Wann hat die Stadt vor, diese Schäden endlich zu beseitigen?“ Ihn würde zudem interessieren, „ob die Absperrmaterialien kein Geld kosten, wenn sie doch als totes Kapital im Stadtgebiet verstreut herumstehen.“ Das gelte auch für alle anderen Vororte.

WAT beschwerlich

Leider müssen auch Rollatorfahrer/innen immer noch – ebenso ein Jahr nach dem Pfingststurm – die Behinderung an der Elsa-Brändström-Straße 126 hinnehmen. Das teilt Anwohner Thomas Ludyga mit. Und: „Die Feuerwehr hat Schwierigkeiten, verletzte Personen liegend an der Baustelle vorbei zu transportieren.“

WAT lausig

Achim Jankowski schildert, dass derzeit viele Fichten und Tannen Nadeln verlieren, auch Verbräunungen seien offensichtlich. Er vermutet dahinter einen Befall durch die Fichtenröhrenlaus, die auch der Stadt bekannt sei. „Allerdings befinden sich in unserem öffentlichen Grün kaum Fichten. In den meisten Fällen handelt es sich um Privatbäume“, sagt Stadtsprecher Oliver Trappe. Der betroffene Baum könne den Läusebefall nur mit dem Verlust der alten Nadeln überstehen. Ein Absterben der Bäume erfolgt erst nach wiederholtem Befall. Trappe: „Bekämpfen kann man den Läusebefall zudem mit im Handel erhältlichen Pflanzenschutzmitteln, jedoch empfiehlt sich eine fachkundige Beratung und die Durchführung durch eine Fachkraft, da sonst eigene Gesundheit, Grundwasser und Tierwelt gefährdet werden könnten.“

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