Bürgerkrug setzt nach Neueröffnung auf gute Mischung

„In die Vollen“ möchten die neuen Pächter Uwe (56) und Ehefrau Silke (51) nicht nur auf ihrer hauseigenen Kegelbahn im Bürgerkrug an der Hochstraße.
„In die Vollen“ möchten die neuen Pächter Uwe (56) und Ehefrau Silke (51) nicht nur auf ihrer hauseigenen Kegelbahn im Bürgerkrug an der Hochstraße.
Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Erfolgreiches Konzept der gemütlichen, gutbürgerlichen Gaststätte wird fortgeführt. Einige Neuerungen sollen auch jüngere Gäste ansprechen. Neue Pächter planen Ausweitung der Öffnungszeiten.

Wattenscheid..  Das neue Jahr war noch keine Woche alt, da saßen bereits wieder die ersten Gäste im Bürgerkrug. Nach 43 Jahren nahm die Wirtsfamilie Fey Abschied von der Wattenscheider Gaststätte und kündigte an: „Die Nachfolge ist bereits geregelt.“ Das Ehepaar Silke (51) und Uwe (56) Ziebuhr hat den Worten Taten folgen lassen: „Am 6. Januar haben wir den Betrieb aufgenommen. Die offizielle Eröffnungsfeier am 10. Januar war direkt ein voller Erfolg“, freut sich Wirt Uwe über den guten Beginn.

Während der kurzen Zeit der Schließung, konnten sich die neuen Pächter zurechtfinden und einige kleine Änderungen vornehmen: „Wir haben die Theke etwas umgestaltet, neue Vorhänge angebracht und im großen Saal zwei Dart-Automaten aufgestellt. Auch die Küche haben wir etwas umgebaut.“ Größere Veränderungen waren und sind nicht geplant: „Das Grundflair des Bürgerkruges soll erhalten bleiben“, begründet der 56-Jährige. Das gelte auch für die Küche des Hauses. Die Speisekarte habe man lediglich etwas kompakter gestaltet und überarbeitet. „Am Anspruch, gutbürgerliches Essen anzubieten, ändern wir nichts.“

Gratis Gesellschaftsspiele

Den Start bewerten die beiden, die von Thekenbedienung Jagoda, „unsere gute Seele“, unterstützt werden als durchaus positiv: „Viele Stammkunden und Vereine sind uns im ersten Monat treu geblieben. Natürlich kann man es auch nicht jedem recht machen. Wir wollen den Weg der Feys zwar weitergehen, aber nicht einfach nur kopieren, sondern auch unsere eigenen Vorstellungen umsetzen“, beschreiben sie ihren Anspruch. Dazu gehöre auch, dass man künftig u.a. kostenlose Gesellschaftsspiele bereithält: „Wir würden uns freuen, hier eine Art Kommunikationszentrum für Alt und Jung etablieren und neben den Stammkunden auch neues Publikum ansprechen zu können.“

Zu den Vorbesitzern besteht weiterhin enger Kontakt: „Wir haben bei der Übergabe vieles besprochen und uns auch Tipps geholt. Waltraud war zudem einige Male als Gast hier.“ Das neue Leben hat die beiden längst eingeholt: „Auch wir sind quasi nur noch zum Schlafen daheim. Der Rest spielt sich an der Hochstraße ab.“ Bereits morgens werden Einkäufe und Erledigungen gemacht, ab dem Mittag die Eröffnung um 16 Uhr vorbereitet. Vor 0 Uhr unter der Woche bzw. 1 Uhr am Wochenende gehen die Lichter nicht aus. Dennoch: „Wir überlegen, zukünftig auf den Ruhetag am Montag zu verzichten und die Öffnungszeiten noch etwas auszuweiten. Wir sind sehr motiviert und hoffen, dass wir den guten Start fortsetzen können“, so der Plan des Ehepaars.