Bürger beklagen Müll und Hundekot

Freie Sicht auf die Bahntrasse.
Freie Sicht auf die Bahntrasse.
Foto: Lehnertz
Was wir bereits wissen
„In der Hönnebecke“ sind „Ela“-Spuren noch deutlich zu sehen. Kahlschlag, liegengebliebenes Geäst und Lärm. „Günningfeld“ als neuer WAT-Ortsteil

Wattenscheid..  Im Rahmen der Serie „WAT schön – WAT schäbig“ beobachten WAZLeser/innen kritisch, was vor ihrer Haustür passiert.

WAT ärgerlich

„Diesmal ist es nicht die Verwaltung in Bochum, der man ein Fehlverhalten vorwerfen kann, in diesem konkreten Fall geht es um die Missachtung der Verkehrssicherungspflicht durch die Deutsche Bahn“, berichtet Gerd Hufnagel aus Höntrop. Im Umfeld des Bahnüberganges am Ginsterweg habe der Pfingststurm „Ela“ vom Gelände der DB Sträucher und Äste auf die Fahrbahn der Straße „In der Hönnebecke“ geweht.

Lange Zeit sei nichts geschehen. „Dann wurde der Bereich großflächig mit Flatterband gekennzeichnet. Durch wen dies erfolgt, ist nicht bekannt, die Art lässt jedoch darauf schließen, dass dies durch Anwohner aus Sorge um den fließenden Verkehr geschah. Von Bahnbediensteten war bis dato an dieser Stelle noch kein Mitarbeiter anzutreffen“, meint Hufnagel. Diese Mitarbeiter hielten sich jedoch nach dem Sturm vergangenes Jahr sogar zweimal in unmittelbarer Nähe des Hindernisses auf. Gut hundert Meter hiervon entfernt, habe man in zwei Einsätzen in mehrmonatigem Zeitabstand dafür Sorge getragen, dass ein „beinahe totaler Kahlschlag entlang der Straße entstand, der nun allen Anwohnern einen freien Ausblick auf die vorüberfahrenden Züge und zudem Lärm verschafft“.

WAT schmutzig

Vor zahlreichen „Tretminen“ an der Hollandstraße warnt Dr. Jost Benfer. Nicht selten hinterließen Hunde dort ihre Spuren, Halter würden sich wiederum nicht veranlasst sehen, den Kot ihrer Tiere aufzusammeln. Da in unmittelbarer Nähe – Richtung Wattenscheider Bach – eine Grünfläche beginnt, sei die Verschmutzung vor allem vor dem Kindergarten ein Ärgernis. Auch die Straßenreinigung lasse hier zu wünschen übrig, wie Benfer mitteilt.

WAT lustig

Ein Schmankerl: Als die Ortsumgehung Günnigfeld fertiggestellt war, wiesen die Ortseinfahrtsschilder den Weg nach „Günningfeld“. Diese sind mittlerweile längst durch die Stadt ausgetauscht worden. Siegfried Schirmer hat aber noch ein Schild Richtung „Günningfeld“ gefunden – und zwar mitten in der Stadt an der Swidbert-straße. Der Leser kommentiert: „Hat sich Günnigfeld eine neue Schreibweise zugelegt oder ist durch die Umleitung ein neuer Ortsteil zu Wattenscheid dazugekommen?“

WAT gefährlich

Müll, gebrauchte Spritzen, meldet Karl-Heinz Lehnertz, vom Marktplatz in Günnigfeld. Der auf dem Max-König-Platz aufgestellte Container, gegenüber den Glas- und Papierbehältern am Volkspark, quillt längst über. Lehnertz sieht hier vor allem eine Gefahr für die Grundschulkinder, die sich morgens auf dem Marktplatz treffen und vom Schulbus abgeholt werden. In einem Gespräch mit USB-Sprecher Jörn Denhard erfuhr die WAZ unlängst, „dass der Umweltservice Bochum mit vier Touren mit Besatzungen werktags – von montags bis freitags – im gesamten Stadtgebiet unterwegs, um die ca. 300 Containerstandorte in Schuss und sauber zu halten.“ Weiter hieß es in der WAZ von Ralph Leitmann, Stadt-Pressesprecher: „Das Entsorgen wilder Müllkippen bedeutet Aufwand und kostet Einsatz, Kräfte und Geld. Und zwar das des Bürgers.“

WAT fertig

„Vollzug“ meldet Manfred Kannenberg. Der hässliche Pfahl auf dem Grünstück am August-Bebel-Platz ist entfernt worden.