Budenzauber hat große Tradition im Pott

Kioske gab es früher in Wattenscheid – wie in anderen Städten auch – reichlich. Fast an jeder Ecke befand sich einer, gut zu Fuß zu erreichen: von zu Hause aus, auf dem Heimweg von der Arbeit oder von der Schule. Wer erinnert sich nicht daran, früher als Kind dort gewesen zu sein, um für eine Mark Salmiakpastillen zu kaufen... Süßigkeiten, Zigaretten, Getränke und Knabbereien, manche hatten (und haben) ein halbes Supermarktsortiment auf engem Raum.

Die Büdchen waren und sind auch Treffpunkte, man hört die neusten Geschichten und Gerüchte aus der Nachbarschaft. Wer zur Bude geht, will oftmals nicht nur einkaufen, sondern reden, schwatzen, sich austauschen. Gemischte Gefühle treffen auf gemischte Tüten.

Doch obschon das Ruhrgebiet immer noch die größte Trinkhallendichte Deutschlands aufweist, sind viele Kioske längst verschwunden – abgerissen oder als Wohnraum genutzt. Mit dem Wandel geht auch immer ein Stück Tradition verloren.

Wer Erinnerungen oder Geschichten über bestehende oder schon längst nicht mehr existierende Büdchen zu erzählen hat (gerne auch mit Foto), kann dies der WAZ-Redaktion mitteilen (per Post an die Hüller Straße 7, 44866 Bochum, oder per Mail an redaktion.wattenscheid@waz.de). Die WAZ wird die schönsten Anekdoten sammeln und veröffentlichen.