Bilder sprechen hier Bände

Interesse zeigte junges und älteres Publikum an der Ausstellung „Frauenrechte“.Fotos:Gero Helm
Interesse zeigte junges und älteres Publikum an der Ausstellung „Frauenrechte“.Fotos:Gero Helm
Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Ausstellung „Frauenrechte“ wird am Samstag offiziell im Kunst- und Galeriehaus eröffnet. Vorabschau bot erste Einblicke. Rund 100 Werke sind zu sehen

Wattenscheid..  „Frauenrechte“, so der Titel der neuen Ausstellung, die ab Samstag, 13. Juni, im Kunst- und Galeriehaus und in den Räumen des IBKK (Institut für Ausbildung in bildender Kunst und Kunsttherapie) an der Lohrheidestraße gezeigt wird, ist wahrhaft sehenswert. Einen eher inoffiziellen Vorabeinblick gewährte der Bund internationaler Künstler e.V. bereits am vergangenen Wochenende. Ab kommendem Samstag – um 17 Uhr ist die öffentliche Vernissage – können dann alle Interessierten die eindrucksvolle Präsentation anschauen.

Am Samstag trafen sich illustere Gäste und viele der ausstellenden Künstler zur „Preview“ im Kunst- und Galeriehaus. Die Schirmherrin der Ausstellung „Frauenrechte“, Ihre Majestät Kaiserin Farah Diba-Pahlavi, wollte auch unbedingt zur Vorab-Eröffnung kommen, konnte aber wegen eines Unwetters in Paris (ihrem Wohnort) keinen rechtzeitigen Flug nach Deutschland bekommen. Dennoch gaben sich Künstler und Prominenz, etwa der Modedesigner Alfredo Pauly, Generalkonsul Dr. Wolfgang Breitenthaler (Wien) oder Prinzessin Elmira von Sachsen Herzogin zu Sachsen, ein munteres Stelldichein.

Auseinandersetzung mit Personen

58 Künstler/innen stellen aus. „Viele von ihnen haben am IBKK studiert“, so Direktorin Monika Wrobel-Schwarz. Und sie vertritt eindeutig die Devise: „Die Künstler sollen auch von ihrer Kunst leben können.“ Nun, die Professionalität der knapp 100 ausgestellten Bilder ist nicht zu übersehen. Alle Werke befassen sich mit dem Titel-Thema „Frauenrechte“. Schwarze Frauen in einer afrikanischen Landschaft tragen Körbe oder Behälter auf dem Kopf, eine im Vordergrund des Bildes allerdings Bücher. Genitalverstümmelung ist ebenso ein Aspekt wie Missbrauch oder Gewalt. Neben dem historischen Blick auf die emanzipatorische Entwicklung der Frau in europäischen Gesellschaften, haben die Künstler/innen aktuelle Themen anderer Kontinente thematisiert. So ist auch das Wahlrecht für Frauen, das Recht auf Bildung ebenso Thema der Arbeiten wie die Auseinandersetzung mit Personen wie der Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai oder der Schülerin Malala. Die Titel beschreiben die Werke perfekt: „Selbstbestimmung“, „Fräulein mit Verfallsdatum“, „Wa(h)re Frau“, „Schwester, ich seh’ Dich“, „Wer Wüstenblumen rettet, sieht Wüstenblume aufblühen“, „Mit uns nicht“ oder „Himmlische Frauen im Aufwind“, um nur einige wenige zu nennen.

Gemalt sind die Bilder in Öl, Acryl, Airbrush, Tusche, Pastell, Bleistift oder gemischten Techniken. Auch Draht, Beton oder Polymergips wurden vereinzelt verwendet.