Bilder mit besonderer Tiefe

Andrea Jansen
Andrea Jansen
Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Ihre Bilder stechen hervor. Doch sind es oftmals nicht die Ansichten in ihrer Gesamtheit, die etwas Besonderes darstellen. Andrea Jansen fokussiert ganz spezielle Aspekte in den Werken, die sie ab heute im „CentrumCultur“ der Awo ausstellt. „Mich faszinieren Bewegungen und Lichtreflexionen: Sachen, die mir ins Auge springen“, schildert die Künstlerin.

Das können Wolken sein, die sie aus eigenen Fotografien herauszieht, oder Wellen, die brechen. Momentaufnahmen, die wirken. „Oft nutze ich dazu Motive aus dem privaten Leben, übertrage Fotos auf Leinwand.“ Menschen spielen dabei weniger eine Rolle. Auf einem Selbstbildnis ist mehr oder weniger nur die Silhouette der 54-Jährigen zu erkennen, das Kleid, die Haare. Eine gesichtslose Figur steht eher im Schatten des beeindruckenden Lichteinfalls durchs Fenster dahinter. „Ich arbeite sehr lange an meinen Bildern, wobei ich vernachlässige, was mir unwichtig erscheint. Das, was mir wichtig ist, hebe ich dafür umso mehr hervor.“ Ihre Arbeiten entstehen in Öl, Acryl oder Mischtechnik. Viele Farbaufträge und Schichten verleihen den Werken, auch den New-York-Ansichten, die zu sehen sein werden, besondere Tiefe. Vor zehn Jahren begann ihr künstlerisches Schaffen. „Kunstgeschichte und Malerei haben mich aber immer schon interessiert.“ Erst autodidaktisch, dann in einigen Kursen, erlernte sie das Handwerk. Seit September gehört sie zum „Künstlertreff WAT“. In der Awo steht nun die erste eigene Ausstellung an, die Vernissage ist am heutigen Samstag ab 18 Uhr am August-Bebel-Platz 2a; mit einführenden Worten von Waldemar Mandzel, Kalle Müller sowie Carsten und Milena Jansen (Ehemann und Tochter) gestalten die musikalische Begleitung. Eintritt frei.