Becken schützt vor Hochwasser

So präsentiert sich derzeit die Baumaßnahme des Regenrückhaltebeckens an der Blücherstraße.Foto:Gero Helm
So präsentiert sich derzeit die Baumaßnahme des Regenrückhaltebeckens an der Blücherstraße.Foto:Gero Helm
Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Regenrückhalteanlage mit Fassungsvolumen von 70 000 Kubikmetern entsteht im Bereich Altmannshof/Blücherstraße. Fertigstellung Ende dieses Jahres

Wattenscheid..  Gebuddelt und gebaut wird mit Hochdruck an der Blücherstraße, Höhe Reiterhof. Die Emschergenossenschaft errichtet dort ein neues Rückhaltebecken für Hochwasser im Goldhammer Bach. Das Drosselbauwerk ist bereits fertiggestellt. Derzeit werden die Hochwasserdämme erstellt. Die Anlage mit einem Fassungsvolumen von 70 000 Kubikmetern entsteht im Bereich des Altmannshofs/Blücherstraße, ganz in der Nähe des Wattenscheider Tierheims. Das Gelände ist insgesamt rund 30 000 Quadratmeter (qm) groß. Das Gelände gehört komplett der Emschergenossenschaft, wobei ein geringer Teil, etwa 5000 qm, von der Stadt Bochum angekauft wurde.

Kleiner, aber wichtiger Baustein

War zunächst eine Fertigstellung im Herbst dieses Jahres geplant, wird sich die Bauzeit voraussichtlich bis Ende 2015 verzögern, „da noch einige zusätzliche Arbeiten wie Sturm- und Hochwasserschädenbeseitigung durchgeführt werden mussten“, teilt Ilias Abawi, Pressesprecher der Emschergenossenschaft, auf WAZ-Anfrage mit. Auch der Kostenumfang von zunächst kalkulierten zwei Millionen Euro „werden sich leicht erhöhen, jedoch nur auf knapp mehr als die geplante Summe“, so Abawi. Diese Investition sieht die Emschergenossenschaft vor allem aufgrund des Klimawandel als Notwendigkeit. „Starkregenfälle kommen immer häufiger vor“, so der Unternehmenssprecher. Da gerade Wattenscheid und Bochum in den vergangenen Jahren immer wieder von Starkregen betroffen gewesen seien, müsse man den Hochwasserschutz optimieren. Die neue Anlage nennt Abawi dabei einen „kleinen, aber wichtigen Baustein“ im Verbundsystem von insgesamt vier vergleichbaren Becken im Einzuggebiet des Hüller Baches, in den der Goldhammer Bach mündet.

„Das Haltebecken schützt nicht nur die Stadtteile entlang des Goldhammer, sondern auch entlang des Hüller Baches“, erklärt Abawi. Es gelte: Aufgefangenes Regenwasser, das nicht in den Goldhammer Bach fließt, wird auch nicht in den Hüller Bach weitergeleitet. Und was nicht in den Hüller Bach ankommt, fließt auch nicht in die Emscher. „So werden auch Städte wie Essen und Oberhausen geschützt.“

Zusätzlich soll das Becken seinen Beitrag im Zuge der Emscher-Renaturierung leisten. „Gerade im Inneren eines Hochwasserbeckens hat man viel Platz. Da kann man einem Bach die Möglichkeit bieten, sich natürlich zu entfalten und zu entwickeln.“ So führe das Hochwasserbecken auch dazu, dass die Kanalisierung des Goldhammer Bachs aufgehoben werde.