Bauruine soll sich mit Leben füllen
15.02.2010 | 12:35 Uhr 2010-02-15T12:35:00+0100Wattenscheid. Eine unendliche Geschichte neigt sich jetzt wohl endgültig ihrem Ende zu. Schon seit Jahren gähnen am Watermanns Weg zwischen den Häuserzeilen 33 und 35 zwei tiefe Löcher – große Baugruben für Neubauvorhaben. Eine Grube wird ab März/April bebaut.
Das erklärt die „IGP Bau- und Verwaltungsgesellschaft”. Geplant ist ein dreigeschossiger Mehrfamilien-Gebäuderiegel mit 24 Wohnungen. „Dort vorhandene Kellerarbeiten, schon vor Jahren entstanden, werden zuvor sicherheitshalber entfernt”, erklärt Projektleiterin Gerhild Steinmeier.
Bis Ende 2010 soll das Gebäude fertig sein, ein Generalunternehmer sei beauftragt worden. Es handele sich um geförderten Wohnungsbau, die Wohnungen seien altengerecht angelegt.
Den Neubau am Watermanns Weg 33 c-e kündigte die in Berlin beheimatete IGP bereits im Herbst 2008 an. Der sollte auf dem seit etwa sieben Jahren verwaisten Baugelände entstehen, das die Firma kurz zuvor erworben hatte. Gesamtinvestitionsvolumen: rund 3,3 Millionen Euro. Fertigstellung Mitte 2009 – daraus wurde aber nichts. Es habe Verzögerungen gegeben, so Steinmeier.
Zudem plante die IGP damals nach eigenen Angaben gemeinsam mit einem Bochumer Unternehmen auf dem angrenzenden Gelände, über eine ruhige Anliegerstraße zu erreichen, den Bau eines weiteren Mehrparteienhauses. Dieses Vorhaben habe man nicht aus den Augen verloren und verfolge es weiterhin. Die Planungen laufen weiter. Das Grundstück gehört allerdings (noch) nicht der IGP. Gerüchte verbinden diese Fläche mit einer Zwangsversteigerung.
Aktuell versucht eine Immobilienfirma aus Lünen das Grundstück „Watermanns Weg 33 f,g,h” zu vermarkten. Kaufpreis: 350 000 Euro. Auf einer Fläche von rund 2350 Quadratmetern (angegeben wird ein Bodenrichtwert von 195 Euro pro Quadratmeter) sei Platz für bis zu 26 Wohneinheiten plus Garagen/Stellplätze.
Für das Bauvorhaben am Watermanns Weg 33 gibt es laut Stadtverwaltung seit dem Jahr 1995 zwei Baugenehmigungen für zwei Mehrfamilienwohnhäuser. Diese wurden regelmäßig verlängert, so dass sie noch gültig sind. Seit November 2009 liegt der Stadt ein Änderungsantrag des Investors vor, um die Bauarbeiten für das hintere Mehrfamilienhaus weiter fortzuführen, wobei geringfügige Änderungen gegenüber den Ursprungsplänen vorgesehen sind.
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