Bahn soll Lärmschutz, Bergbau und Parkraum beachten

Die Deutsche Bahn plant, dass wegen des RRX einige Zuglinien vom WAT-Bahnhof zum S-Bahnhof Höntrop ausweichen sollen.
Die Deutsche Bahn plant, dass wegen des RRX einige Zuglinien vom WAT-Bahnhof zum S-Bahnhof Höntrop ausweichen sollen.
Foto: Haenisch / Funke Foto Services

Wattenscheid..  Der Rhein-Ruhr-Express (RRX) steht am 11.2. u.a. auf der Tagesordnung im Hauptausschuss (15 Uhr, BO-Rathaus). Dabei geht es um die Stellungnahme der Stadt im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens. Die Ratsfraktionen von SPD, CDU und Grünen stellen einen gemeinsamen Änderungsantrag.

Darin heißt es, der Hauptausschuss „bekräftigt und übernimmt die Beschlüsse des Ausschusses für Infrastruktur und Mobilität vom 20. Januar 2015 und der Bezirksvertretung Wattenscheid vom 27. Januar 2015.“ Das gelte ganz besonders für die Aussagen zum Lärmschutz, zur Stellplatzsituation in Höntrop sowie zum Schutz vor Tagesbrüchen und zusätzlichen Erschütterungen.

Ergänzend soll der Entwurf der Stellungnahme um folgende Formulierung erweitert werden: „Entlang der in Bochum geplanten Trasse, insbesondere im Abschnitt in Höntrop, empfiehlt die Stadt Bochum dringend eine umfassende Beurteilung der bergbaulichen Situation des Bodens. Nach Sichtung der vorhandenen Daten ist zu überprüfen, ob weitere engmaschige Untersuchungen vor Ort erforderlich sind.“ Im Zusammenhang mit aktivem Lärmschutz auf der Höntroper Strecke soll die Stellungnahme der Stadt wie folgt ergänzt werden: „Dabei ist auch zu prüfen, ob niedrige Lärmschutzwände – eventuell in Verbindung mit passivem Lärmschutz – ausreichen.“ Die Kosten des Lärmschutzes soll die Bahn tragen.

Zu den Auswirkungen aufs Umfeld der Bahnhöfe Wattenscheid und Höntrop heißt es: „Die Stellplatzflächen am Haltepunkt Höntrop sind bereits jetzt schon voll ausgelastet und auch in den Anliegerstraßen wird bereits geparkt. Es ist nicht erkennbar, wo und wie weiterer Parkraum in Höntrop für den zusätzlichen Linienverkehr am Haltepunkt Höntrop geschaffen werden soll.“ Sowohl die Anzahl der Park&Ride-Parkplätze als auch die Stellplatzkapazitäten des Haltepunktes Höntrop sollten in Abstimmung mit der Stadt durch die Bahn umweltverträglich erhöht werden.