40-Jährige von Zug erfasst und getötet
28.12.2008 | 19:00 Uhr 2008-12-28T19:00:15+0100Hagenerin hatte die Gleise überquert
Ein Todesopfer hat ein tragischer Unfall gefordert, der sich am Samstagabend im Wattenscheider Bahnhof ereignet hat.
Eine 40-jährige Frau aus Hagen wurde vor den Augen ihrer Mitreisenden auf den Gleisen von einem Zug erfasst und getötet.
Um 20.52 Uhr war der Notruf bei der Feuerwehr eingegangen. Sofort wurden Einsatzkräfte von der Wache an der Grünstraße und Spezialkräfte der Hauptfeuer- und Rettungswache Werne alarmiert. Beim Eintreffen am Unglücksort konnte der Notarzt allerdings nur noch den Tod der Frau feststellen.
Die 40-Jährige, laut Bundespolizei mit einer Frauengruppe unterwegs, war nach Zeugenaussagen zum Verrichten ihrer Notdurft über die Gleise in ein Buschwerk gegangen. Auf dem Rückweg zum Bahnsteig wurde sie dann von einem durchfahrenden Euro-City erfasst und tödlich verletzt.
Der Zugführer und einige Augenzeugen erlitten einen Schock und mussten vom Notarzt behandelt und auch seelsorgerisch betreut werden. Zur Klärung des Unfallhergangs hat die Kriminalpolizei Ermittlungen aufgenommen.
Die Bahnstrecke wurde zwischen 20.59 und 23.03 Uhr gesperrt. 23 Züge verspäteten sich laut Bundespolizei um insgesamt 250 Minuten. FerDi
13:34
Ich finde es nicht richtig immer der Bahn die Schuld zu geben. Ich bin selber Lokführer und sehe JEDEN TAG Leute die mal eben die Gleise überqueren, nicht nur an Bahnhöfen. Deshalb habe ich kein Mitleid mit den Verunglückten.
09:06
Völlig unverständlich, vor allem, seit es im Wattenscheider Bahnhof wieder einen gastronomisches Betrieb gibt. Der Betreiber ist hinsichtlich der Benutzung seiner Toilette überaus zuvorkommend.
Darüberhinaus ist es für mich absolut nicht nachvollziehbar, derart fahrlässig zu handeln. Mir tun in diesem Zusammenhang in erster Linie die Lokführer leid, denn die sehen das Drama auf sich zukommen und können es nicht verhindern.
08:57
Zwei Tote innerhalb von 48 Stunden sollten reichen!!!
Es ist wirklich tragisch, dass jemand der seine Notdurft verrichten muß, gezwungen ist ein Gebüsch hinter den Gleisen zu nutzen und bei der Rückkehr sein Leben verliert.
Auch wenn ein Mitverschulden der Verunglückten nicht auszuschließen ist, sollte die Bahn endlich ein wenig Geld in die Hand nehmen und die trostlosen Zustände rund um den Bahnhof beseitigen.
22:17
Am S-Bahnhof Höntrop ist das Gleiselaufen wohl normal.
Dort wird dann 100 Meter abgekürzt.
Können Zäune helfen ?
22:01
man braucht sich nur ne Stunde auf den Bahnsteig stellen und für jeden Gleislatscher den man erwischt 20,- € bekommen, man bräuchte nicht mehr richtig arbeiten gehen...
21:02
Wie dämlich muß man sein, wenn man sich zum Pinkeln auf die Gleise setzt?
Auch die zweite Bahntote vom heutigen Sonntag nur 150 Meter entfernt war gröbstens fahrlässig, als sie Kopfhörer trug und eine Abkürzung über die Gleise nahm.
19:57
Auch diese Tragödie wird nicht Anlass sein, den Bahnhof Wattenscheid reisetauglich (u. a. mit WC) umzurüsten. Verm. kommt max. ein Warnschild (Pinkelverbot) oder Hinweis auf die nächste öffentliche Toilette am Bebel-Platz hinzu. Man müsste heulen, aber so ist das, wenn Geld regiert.