24 barrierefreie Wohnungen bauen

Das Baugrundstück an der Stresemannstraße/St.Pius.Foto:Gero Helm
Das Baugrundstück an der Stresemannstraße/St.Pius.Foto:Gero Helm
Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services
Wohnungsbaugenossenschaft Wattenscheid plant Gebäudekomplex an der Stresemannstraße. Grundstück von St. Pius gekauft. Baubeginn für 2016 geplant

Wattenscheid..  Form und Gestalt nehmen die Planungen für den neuen Gebäudekomplex mit 24 barrierefreien Wohnung an der Stresemannstraße an. Die Wohnungsbaugenossenschaft Wattenscheid (WBGW) hat das Gelände direkt hinter der Kirche St. Pius, jetzt Kolumbarium, gekauft und will dort bauen: Bezahlbare Wohnungen, besonders für ältere und gehbehinderte Menschen. WBGW-Geschäftsführer Markus Brüning rechnet mit einem Baubeginn Anfang 2016, „weil wir eine Winterbaustelle vermeiden möchten.“

Sozialverträgliches Angebot

Brüning hatte das Vorhaben schon auf der Bürgerversammlung im November 2013 im großen Saal des Wattenscheider Rathauses vorgestellt. Und damals – vor 15 Monaten – äußerte er, eine möglichst rasche Realisierung, am liebsten schon in 2015, anzustreben. Jetzt ist es soweit. Im Gespräch mit der WAZ erklärte Brüning gestern: „Wir stehen in den Startlöchern.“

Der auf das Vorhaben bezogene Bebauungsplan müsse jetzt die politischen Gremien – von Bezirksvertretung bis Rat – passieren. Der Geschäftsführer rechnet damit, dass das Planverfahren in der ersten Jahreshälfte 2015 abgesegnet sei. „Dann werden wir sofort eine Baugenehmigung beantragen.“

Eine zeitliche Verzögerung in der Planung habe es gegeben, so Brüning. Auf der Bürgerversammlung im Rathaus hatten einige Anwohner der Stresemannstraße angemerkt, dass das Haus wie ein Klotz wirke. Die WBGW damals dazu: „Der Komplex soll sich in die Gegend einfügen, schön gestaltet aber auch wirtschaftlich sein.“ Gestern sagte Brüning, dass der Gebäudekörper noch einmal umgeplant worden sei, habe er doch leicht klotzig an der Stresemann-straße gewirkt. „Jetzt ist das Gebäude filigraner geplant.“

Ziel der Wohnungsbaugenossenschaft sei das „genossenschaftliche, sozialverträgliche Wohnungsangebot“. Konkret geplant sind 24 barrierefreie, altersgerechte Wohneinheiten mit einer Gesamtwohnfläche von rund 1600 Quadratmetern. Es sollen 18 Wohnungen mit 2,5 Räumen und sechs Wohnungen mit 3,5 Räumen mit Größen zwischen 56 und 110 qm erstellt werden – ausgestattet mit Balkon oder Terrasse. Unter dem Gebäude soll eine Tiefgarage mit 24 Parkplätzen angelegt werden. Brüning: „Diese Daten könnten sich aber im Baugenehmigungsprozess möglicherweise noch verändern.“ Und: „Von unserer Seite sind bereits das Architektenteam sowie alle Fachplaner beauftragt und die erforderlichen Beschlüsse gefasst.“

Konkrete Mietpreise könne Brüning derzeit noch nicht nennen. „Aber der Preis wird sozialverträglich gestaltet sein.“ Die Einheiten werden ohne Wohnberechtigungsschein (WBS) vermietet, da das Gebäude frei und nicht mit öffentlichen Mitteln finanziert werde. Noch sei es für Interessenten auch nicht an der Zeit, sich schon für eine der Wohnungen vormerken zu lassen.