100 Senioren trainieren Mobilität auf realistischem Parcours

Senioren-Sicherheitstraining mit Rollatoren: Heinz Schüler übt das Einsteigen in den Bus, links sitzt seine Ehefrau Helga Schüler.
Senioren-Sicherheitstraining mit Rollatoren: Heinz Schüler übt das Einsteigen in den Bus, links sitzt seine Ehefrau Helga Schüler.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv
Was wir bereits wissen
Erster Rollatoren-Tag in Wattenscheid. Polizei freut sich über großen Zuspruch. Tipps für Ein- und Ausstieg in den Bus

Mit solch einer Beteiligung hat wohl niemand gerechnet: weder die Polizei, noch die Verkehrswacht, die Bogestra, das Sanitätshaus oder das Seniorenbüro Wattenscheid. Nach dem erfolgreichen Rollatoren-Tag auf dem Gelände der Bochumer Wache ist die Verkehrsunfallprävention Polizei im Wortsinne auf dem Markt, also nach draußen gegangen. Und rund 100 Menschen kamen gestern auf den Alten Markt – mit ihren Rollatoren. Polizeihauptkommissar (PHK) Roland Sentheim etwa war begeistert von der Resonanz. Vor dem von der Polizei selbst gebauten Parcours, der auf einer Länge von sieben Metern sowohl glatte Straßen als auch Rasen, Kopfsteinpflaster mit Gully oder abschüssige Bordsteine simuliert, konnten die Senioren üben. Unter der Anleitung von Polizei und Verkehrswacht natürlich. Auf einem kleinen Slalom-Parcours konnte die Wendigkeit ausprobiert werden. PHK Sentheim: „Angeregt durch den Pfingststurm Ela haben wir eine Strecke mit kleinen Ästen ausgelegt. Hier können die Senioren lernen, wie beim Spaziergang durch den Park besser Hindernisse überwunden werden können.“

Den Ein- und Ausstieg in einem Bus konnten die Rollator-Nutzer am praktischen Beispiel üben. Die Bogestra hatte extra ein Fahrzeug mit Begleiter abgestellt, der Tipps gab und Tricks zeigte, wie mit einer Gehhilfe besser und bequemer in den Bus einzusteigen ist.

Das Seniorenbüro war mit einem Info-Stand vertreten. „Wir sind völlig begeistert von der Aktion und dem Zuspruch der Leute“, so Rita Kosthaus und Johannes Bielawa. Weitere Rollatoren-Tage sollen folgen.