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Fahrrad-Bus

Zweiradsaison im Bus kommt wieder

03.10.2012 | 20:00 Uhr
Zweiradsaison im Bus kommt wieder
In diesem Jahr pendelte der Fahrradbus der Linie R71 erstmals zwischen Belecke und Brilon - hier in der Nähe von Altenrüthen. 2013 soll es weiter gehen.Foto: RLG

Warstein/Rüthen/Brilon.   Wunder waren keine erwartet worden – und so verzagt niemand, wenn sie nun auch ausgeblieben sind: Bei der Regionalverkehr Ruhr-Lippe (RLG) endet mit dem Tag der deutschen Einheit die Fahrrad-Saison, oder besser: Die Saison des Fahrradbusses. Seit dem 8. Juli war der Bus samt Zweirad-Anhänger erstmals auch zwischen Brilon und Belecke mit Zwischenstation in Rüthen unterwegs.

Dass ausgerechnet der Einheits-Tag das Ende der Saison bedeutet, hat einen einfachen Hintergrund: Anschließend findet in Anröchte die Herbstkirmes statt – und die Linie R71 muss dann eine Ersatzstrecke fahren, die den Einsatz des Anhängers nicht ermöglicht. „Also haben wir den Termin gesetzt“, erläutert Annete Zurmühl, Pressesprecherin der RLG den Hintergrund – wobei der Termin bei erwartet gutem Herbstwetter letztlich durchaus variabel verlängert werden kann (außer bei der R61).

Finale individuell möglich

„Ich könnte mir vorstellen, dass wir auch bei der R71 das Finale individuell anpassen“, sendet die RLG-Sprecherin ein eindeutiges Zeichen dafür, dass es auch im kommenden Jahr weiter gehen soll. Auch wenn die Resonanz in diesem Jahr noch gering war. Zurmühl: „Da haben wir noch Potenzial nach oben.“

Gleich zwei Gründe sorgten für eine vergleichsweise geringe Nutzung – ganz abgesehen von der Tatsache, dass es die Linie vorher gar nicht gab: Zum einen startete das Angebot mitten in der Saison. Da waren alle Fahrpläne und Werbebroschüren für andere Linien längst gedruckt, Werbebudgets verteilt. Hinzu kommt der lange Zeit gesperrte Möhnetal-Radweg; Radler mussten gezwungenermaßen auf die Bundesstraße 516 ausweisen. „Uns war von vornherein klar, dass wir 2012 keine Bäume ausreißen würden“, so die RLG-Sprecherin. Schon zu Beginn sei der Radweg an der Buslinie gesperrt gewesen – und die Bauarbeiten hätten auch länger als geplant gedauert. Für Zurmühl ist 2012 also abgehakt: „Das habe Jahr war auf Probe.“ Eine Bilanz, ob sich das Angebot lohnt, soll erst nach 2013 gezogen werden, „alles andere wäre unfair.“

Genutzt wurde das Angebot – teils auch ohne Fahrräder. Einige Bus-Nutzer nahmen das Angebot wahr, um am Sonntag etwa von Rüthen nach Altenrüthen oder Belecke zu kommen, von Scharfenberg nach Rüthen – oder über Belecke weiter nach Warstein, Soest oder Lippstadt (die neue Linie ist ideal mit den Anschlussbussen vertaktet, die selbst ebenfalls wieder als Fahrradbus unterwegs sind).

Schon Ideen für 2013

Für das kommende Jahr hat sich Zurmühl vorgenommen, die Terminkalender zu durchforsten, um gezielt auf die alternative Transportmöglichkeit hinzuweisen, wie etwa beim Rüthener Marienmarkt oder auch der Briloner Kirmes. Die RLG-Sprecherin: „Potenzial ist da. Kapazität auch.“ Bei derartigen Veranstaltungen sei es sogar möglich, die Fahrten speziell an einigen Tagen sogar noch auszuweiten.

Dass mit der R71 in diesem Jahr kein Geld verdient werden konnte, steht außer Frage, zumal die RLG auch den Fahrrad-Anhänger anschaffen musste. Sie sieht die Aktion auch als Marketing-Beitrag: „Sie gibt uns die Möglichkeit, den ÖPNV aus einer anderen Perspektive darzustellen.“ Der Fahrradbus sei da „ein schönes Beispiel“, um Anregungen zu geben, die Freizeit sinnvoll zu verbringen: „Wir haben so Menschen angesprochen, die sonst nicht so busaffin sind.“

Manfred Böckmann



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