Das aktuelle Wetter Warstein 7°C
Kinderkarneval und Besuch...

Zwei Termine unter einen Hut gebracht

16.02.2010 | 12:22 Uhr
Zwei Termine unter einen Hut gebracht

Sichtigvor/Mülheim. War das ein Glück! Die Karnevalgesellschaft MüSiWa feiert ihren 50. Geburtstag und rechtzeitig zieht eine kleine Glücksfee das Los für den Besuch der WDR-mitten-drin-Reportage. Einige Mülheimer mussten gestern zwei Termine unter einen Hut bringen: Kinderkarneval und Dreharbeiten.

Mit einem dreifach donnernden „Möhne Helau” wurde das WDR-Team um Moderator Heinrich Buttermann gestern Morgen fröhlich begrüßt.

Dass Mülheim Außergewöhnliches zu bieten hat, zeigte der Besuch bei Willi Eickhoff am Steinbrink. „Er ist ein Multitalent”, machte Ortsvorsteher Rainer Stamen das WDR-Team neugierig auf den Mann der malt, schnitzt und selbst Filme dreht. Neben vielen Kunstwerken, die im gesamten Kirchspiel und natürlich besonders in Mülheim zu sehen sind, ist das Paradebeispiel seiner Schaffenskraft sein Fachwerkhaus am Brink.

Moderator Heinrich Buttermann staunte nicht schlecht, als er die feinen Schnitzereien an der Vorderfront des Hauses erblickte. Ein wahres Kunstwerk ist die Balkonbrüstung mit wunderschönen kleinen Figuren. Der 75-Jährige hat das Haus wie andere Hausbesitzer auch verkleidet — nur statt einer simplen Verkleidung mit kunstvollem Fachwerk. „Es war 20 Jahre lang eine Baustelle”, erzählt er. „Viele Leute sind sehr begeistert, andere wieder mögen es überhaupt nicht. Die Hauptsache ist aber, meine Familie und ich haben Spaß daran.” Auch für die Karnevalisten ist der Künstler, der großen Wert darauf legt, Autodidakt zu sein, immer wieder tätig. Er malt noch heute Wagen für den Warsteiner Rosenmontagsumzug (wir berichteten).

Kinderkarneval im Haus Teiplaß.

Etwa zur gleichen Zeit gestern Vormittag traten im Haus Teiplaß in Sichtigvor Prinz Marcel Luig (10 Jahre) aus Mülheim und Prinzessin Judith Beele (10) aus Sichtigvor vor das Narrenvolk. Nach der Proklamation verkündete das Kinderprinzenpaar der KG MüSiWa: „Wir haben jetzt das Sagen.” Ihre Forderungen waren klar und deutlich und kamen gut an: „Hausaufgaben frei” und „die Mamas sollen doch die Kinderzimmer aufräumen”.

Die Stimmung unter den hunderten kleinen Narren in ihren bunten Kostümen steigerte sich während des Programms von Auftritt zu Auftritt. Die Gardetänze sowie die Showtänze der Damengarde, der Prinzengarde, der Junioren- und der Kindergarde ernteten tosenden Applaus, der erst nach der Zugabe endete. Die Theater-AG führte drei Tänze auf und sorgte unter anderem mit dem Lied „Da steht ein Pferd auf dem Flur” für gute Laune.

Kinderkarneval im Haus Teiplaß.

Präsident Christian Beele und Vizepräsident Matthias Frenz führten durch das Programm. Sie wurden unterstützt von Dirk Gerke und Christoph Sprenger, die zwischen den Auftritten für Spiel und Spaß sorgten. Gegeneinander angetreten beim Eierlauf oder beim „Bobby Car”-Rennen sind immer die Kinder gegen die Erwachsenen - natürlich haben die kleinen Narren jedes Mal gewonnen.

Den Kinderkarneval in Sichtigvor wollte sich das WDR-Team aber auf keinen Fall entgehen lassen und so wurde die Abschlussszene im Haus Teiplaß gedreht - mit dem Kinderprinzenpaar und allen Akteuren.

Rotraud Grün und Laura Mock

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/2591816/create

Aktuelle Fotos und Videos
Mit der WLE unterwegs
Bildgalerie
Mitgefahren
Sturmtag in Belecke
Bildgalerie
Tradition
Festlicher Umzug durch Suttrop
Bildgalerie
Schützenfest
Schützen feiern in Suttrop
Bildgalerie
Schützenfest
Aus dem Ressort
Streit um Hund endete mit Todessturz vom Balkon
Gericht
Wegen Totschlags muss sich ein 40-jähriger Warsteiner vor dem Arnsberger Landgericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, am 30. November 2011 einen Mann über das Balkongeländer eines Hauses geworfen zu haben. Dieser verletzte sich dabei so schwer, dass er zwei Wochen später an den Folgen starb.
Mit Geduld am Ende
Bürgerbegehren
Mit ihrer Geduld am Ende sind die Initiatoren des Bürgerbegehrens zum Schutz des Trinkwassers: Am 7. März übergaben Ewald Risse und Gerd Caspary mit einigen Mitstreitern im Rathaus 2380 Unterschriften an Bürgermeister Manfred Gödde. „Die Satzung der Stadt sagt, es muss umgehend ausgezählt werden,