Wochen der Wahrheit für die Stadt Warstein
14.01.2011 | 17:39 Uhr 2011-01-14T17:39:00+0100
Warstein.Es könnten die Wochen der Wahrheit für die Stadt Warstein werden. Bis Ende Februar fallen nach dem heutigen Stand der Dinge eine ganze Reihe von Entscheidungen, die die Zukunft der Wästerstadt maßgeblich beeinflussen dürften.
Meschede, Münster, Arnsberg, Lippstadt - vier Städte, in denen zurzeit die Zukunft von Warstein eine wichtige Rolle spielt. In Meschede steht das Thema Umgehungsstraße nach wie vor ganz oben auf der Tagesordnung. Das bestätigte in dieser Woche Rudolf Heupel, Pressesprecher der Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift von Straßen NRW, auf Anfrage unserer Zeitung: „Das Thema steht auf unserer Prioritätenliste ganz oben.“
Auf der Zielgerade für B 55n
Seitdem das so genannte Fallgraben-Gutachten von Professor Wittke vorliegt, das eine Umgehung - B 55n - entlang der Oberhagen-Wand und über das Risse-Gelände für machbar hält, beschäftigen sich die Experten von Straßen NRW in Meschede mit den verschiedenen Möglichkeiten. „Wir sind nun auf der Zielgeraden“, verkündet Heupel optimistisch. Er geht davon aus, dass es zeitnah ein Gespräch zwischen Straßen NRW, der Stadt Warstein und der Steinindustrie geben wird.“ Noch im Laufe des Januar, so seine Einschätzung, könnte zu einem solchen Gespräch eingeladen werden.
Bis Ende Januar, spätestens aber Anfang Februar will auch Bürgermeister Manfred Gödde die wesentlichen Fakten zu einem Umzug des Rathauses vorliegen haben. Klarer Favorit ist dabei immer noch das Sparkassen-Gebäude. Gödde: „Wenn es sich für alle Beteiligten rechnet, ist das die beste Lösung.“ Das sieht auch Jürgen Riepe von der Sparkasse so. Derzeit werde in Lippstadt intensiv gerechnet: „Das alles ist ja kein Hexenwerk, sondern es geht um eine solide Analyse. Wenn die vorliegt, können wir zeitnah Entscheidungen treffen.“
Verzögerungen
Auf eine solch zeitnahe Entscheidung wartet auch Investor Bövingloh händeringend. Zwar äußert sich der Unternehmer aus Münster aus verständlichen Gründen nicht öffentlich über die Verzögerungen beim Vorhaben „Neue Mitte“, doch aus seinem Umfeld ist zu erfahren, dass er sich deutlich mehr Dynamik aus dem Warsteiner Rathaus wünscht. Unterdessen verfolgt man im Architekturbüro Dietrich Zakowski (Arnsberg) die aktuelle Verzögerung mit einer gewissen Genugtuung. Zakowski plant für das so genannte Risse-Gelände, das nicht nur für die B 55n eine Rolle spielt, sondern auch als alternativer Standort für ein Einkaufszentrum in den Blickpunkt rücken könnte, wenn die „Neue Mitte“ ad acta gelegt wird. Keine Frage, es sind spannende Zeiten.
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