Weniger Geburten und Hochzeiten
12.01.2011 | 18:03 Uhr 2011-01-12T18:03:00+0100
Warstein.(AO) Lara und Luca führten im vergangenen Jahr die Hitliste der Vornamen, die Eltern ihren Neugeborenen gaben an. Vier bzw. fünf Mal wurden sie vergeben. Gleichauf bei den Mädchennamen liegt Lea, die jedoch im Alphabet weiter hinten steht. Ben nahm bei den Jungen Platz zwei ein.
Insgesamt sank die Zahl der Geburten in Warstein weiter, wie aus der Statistik hervorgeht, die die Standesbeamten Ursula Müller und Christoph Schmidt gestern vorstellten. 235 waren es 2010, im Jahr zuvor noch 258 und 2008 sogar 276. Von den Eltern haben 46 ihren Wohnsitz in der Kernstadt, 102 in den Ortsteilen und 87 außerhalb des Stadtgebietes, davon 21 in der Kernstadt Rüthen. Aber der gute Ruf der Entbindungsstation des Warsteiner Krankenhauses geht auch darüber hinaus: 16 Eltern Neugeborener wohnen in der Gemeinde Anröchte.
Ebenfalls rückläufig waren die Eheschließungen. Sie nahmen in den letzten drei Jahren von 144 über 129 auf zuletzt 108 ab. „Die starken Jahrgänge sind durch“, kommentiert Ursula Müller diese Entwicklung. 48 Paare gaben sich im Haus Kupferhammer und sechs im Hirschberger Rathaus das Jawort, alle anderen im Trauzimmer des Warsteiner Rathauses.
Scheidungen gab es, wie im Jahr zuvor, 63; 2008 waren es 56. „Ohne die Aussiedlerfamilien hätten sich die Zahlen in den vergangenen Jahren bei Geburten wie Trauungen noch ganz anders entwickelt“, weiß Schmidt aus Erfahrung. Kein Thema war in allen drei Jahren für die Standesbeamten das Besiegeln gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften.
263 Sterbefälle waren im vergangenen Jahr zu beklagen. 276 waren es 2009 und im Jahr davor 259. Weiter, wenn auch nur gering, gestiegen ist der Anteil der Feuerbestattungen auf 57 Prozent. Bei 56 Prozent lag dieser Wert in den beiden Vorjahren, 2006 jedoch wählten nur 44 Prozent der Angehörigen diese Bestattungsart für ihren lieben Verstorbenen.
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