Wasser-Demo für Westkalk nur „Folklore"
14.04.2010 | 11:14 Uhr 2010-04-14T11:14:00+0200
Warstein. Die Firma „Westkalk" wird sich „in keinster Weise" an der Trinkwasserdemonstration beteiligen. Dies gibt sie — wenig überraschend — in einer Stellungnahme bekannt. Ein „öffentliches Spektakel" sei nicht der richtige Ort, um ernste Themen wie Rohstoffgewinnung oder Trinkwasser abzuhandeln.
Die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung stelle für die Firma Westkalk und alle ihre Mitarbeiter oberste Priorität dar – auch, „wenn dies von interessierter Seite immer bezweifelt" werde: „Niemand, möchte den Warsteinern die Trinkwasserversorgung abschneiden. Das wäre doch töricht", betont die Geschäftsleitung des Familienunternehmens. „Eine Gewässerverunreinigung würde die Unternehmensexistenz gefährden. Dieses Risiko gehen wir als Unternehmer nicht ein."
Recht auf Meinungsfreiheit
Geschäftsführer Franz-Bernd Köster erklärt zu der angekündigten Demonstration: „Wir respektieren das Recht auf Meinungsfreiheit und Versammlungsfreiheit sowie die Sorge der Menschen um ihr Trinkwasser. Wir meinen aber, dass diese Demonstration, so wie sie angelegt und organisiert wird, eher eine folkloristische und oberflächliche Form des öffentlichen Diskurses darstellt, die der Thematik nicht gerecht wird." Aus diesem Grund werde das Unternehmen auch weder eine Gegendemonstration organisieren „noch sonst wie öffentlich zu diesem Anlass in Erscheinung treten."
Mehr Gesprächsbereitschaft seitens der Initiative Trinkwasser wünscht sich Köster, „um sich über die tatsächlichen Abläufe zum Schutz des Trinkwassers in unserem Betrieb zu informieren. Sie lehnt im Gegenteil den Dialog ab, offenbar, um ihre Negativklischees weiter pflegen zu können und eigene Positionen nicht hinterfragen zu müssen. Beim Trinkwasser reicht es aber nicht, einfach nur außerparlamentarische Opposition, kurz APO, zu spielen. Man muss auch konstruktiv sein."
Einladung zu Infogesprächen
Die Firma habe stattdessen inzwischen Politiker, Fachleute und Funktionsträger aus der Region zu Informationsgesprächen eingeladen — „auch Herrn Braukmann", betont Westkalk. „Das werden konstruktive, ja, streitige Gespräche sein. Wir wollen Argumente austauschen und nicht Applaus einsammeln. Dieser Gedankenaustausch wird zielgerichtet auf Lösungssuche orientiert sein und daher nicht auf der Straße stattfinden", so Raymund Risse, ebenfalls Geschäftsführer des Warsteiner Familienunternehmens.
Darüber hinaus werde man alle Schritte zum Schutz des Trinkwassers auf der Internetseite www.westkalk.de der breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Man hoffe auf ein Ende der Emotionalisierung und auf vernünftigen Dialog.
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