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Warsteiner herb eine Alternative zum Klassiker - Bitteres Bier hat Potenzial

08.03.2013 | 18:38 Uhr
Warsteiner herb eine Alternative zum Klassiker - Bitteres Bier hat Potenzial
Mit der Sorte Warsteiner herb will die Brauerei in eine Marktlücke stoßen.Foto: Warsteiner Brauerei

Warstein.   Warsteiner sucht mit neuem Bier mit mehr Bitterstoffen die Lücke im Markt. Mit dem Warsteiner herb habe man ein "beachtliches Potenzial ausgemacht", heißt es. Denn der Markt wird für die großen Brauereien immer schwieriger. Die Deutschen trinken immer weniger Bier.

Bierland Deutschland. 107 Liter Bier sind im vergangenen Jahr im Durchschnitt durch durstige bundesdeutsche Kehlen geronnen. Das sind zwar deutlich weniger als die fast 150 Liter, die es noch 1980 waren. Aber noch immer gehört Deutschland neben Weltmeister Tschechien (160 Liter) und Vize-Weltmeister Österreich (109 Liter) zu den führenden Biertrinker-Nationen.

Doch der Markt wird für die großen Brauereien immer schwieriger. Mit einer Vielzahl von Biermischgetränken und Neuschöpfungen (Stichwort: Fassbrause) ist es ihnen in der Vergangenheit gelungen, den sinkenden Bierkonsum zum Teil erfolgreich zu kompensieren. Zudem experimentieren auch die konservativsten Bierbrauer, denen einst nichts anderes als Wasser, Hopfen und Malz in Glas und Flasche kamen, inzwischen mit neuen Sorten und Spezialitäten.

Pils immer noch das beliebteste Bier

Trotz dieser Entwicklungen ist die Sorte Pils mit einem Marktanteil von satten 55 Prozent immer noch der liebste Gerstensaft der Deutschen. Danach folgen deutlich abgeschlagen Export (11 Prozent) und Weizen mit 9 Prozent.

Als im vergangenen Jahr die Warsteiner Brauerei angekündigt hat, ein herbes Pils zu brauen, hat das in der Branche ein mittleres „Bier-Beben“ ausgelöst: Ausgerechnet die Warsteiner, die in den 70er Jahren jene milde Pilssorte kreiert haben, an der sich inzwischen alle namhaften Brauereien orientieren.

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„Dieser von Albert Cramer und seinem Vater Paul Cramer entwickelte ,westfälische Pilstyp hat anschließend einen unglaublichen Siegeszug angetreten“, erklärt Stefan Leppin, Pressesprecher der Warsteiner Brauerei. Bis zu 6 Millionen Hektoliter hat die Warsteiner in ihren Glanzzeiten bis in die 90er Jahre hinein jährlich gebraut. Leppin: „In den Folgejahren haben auch die anderen Brauereien ihre Bitterstoffe heruntergefahren und sich dadurch geschmacklich unserem Premium Verum genähert.“

Für herbe Bier-Variante gibt es beachtlichen Markt

Das Warsteiner Herb in der grünen Flasche soll eine Alternative zum klassischen Premium Verum sein. Foto: Brauerei

Und diese Bitterstoffe spielen nun bei der Entscheidung, mit der Sorte „herb“ eine Alternative zum Klassiker anzubieten, eine bedeutende Rolle. Denn im Vergleich zum herkömmlichen Pils, dessen Bitterwerte sich je nach Sorte zwischen 23 und 25 bewegen, wird für das „Herb“ deutlich draufgelegt. „Wir haben“, erklärt Leppin, „zunächst eine umfangreiche Studie in Auftrag gegeben und dadurch festgestellt, dass es für die herbe Variante einen beachtlichen Markt gibt.“

Der Studie zufolge bevorzugen nämlich „nur“ 35 Prozent der Pilstrinker ausschließlich die milden Sorten, wie sie neben der Warsteiner auch Krombacher oder Veltins anbieten. 23 Prozent favorisieren den eher herben Gerstensaft im Glas. Und stattliche 42 Prozent sind klassische „Wechseltrinker“; sie entscheiden sich oft spontan, welche Sorte sie einkaufen. Leppin: „In den Bereichen der Herb- und der Wechseltrinker wollen wir fischen. Alles andere macht auch keinen Sinn; wir wollen ja nicht unsere eigene Stammsorte kannibalisieren.“

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Kommentare
26.04.2013
12:03
Warsteiner herb eine Alternative zum Klassiker - Bitteres Bier hat Potenzial
von Blende-Jochen | #7

Ich trinke am liebsten die herben Pilssorten wie Jever oder Flens. Hinzu kommt Pilsener Urquell, das einzige Pils, das ich aus allen herausfinden würde. Übrigens: Das Bier mit den meisten Bitterstoffen in Deutschland ist Uerige. Das ist wenigstens ein Bier!

11.03.2013
09:28
Warsteiner will bitteres Bier auf den Markt bringen
von Wurzelputz | #6

"Denn der Markt wird für die großen Brauereien immer schwieriger. Die Deutschen trinken immer weniger Bier."

Ich kenne das Geheimnis!
Es ist schlicht gesagt SPAREN angesagt und da trinkt man eben ein Fläschken weniger und wenn das Hunderttausende oder mehr tun, merken das die Brauereien. Reduziert doch einfach mal den Preis bei gleicher Qualität!

1 Antwort
Warsteiner will bitteres Bier auf den Markt bringen
von Hufschmied | #6-1

Den Preis reduzieren? Wozu? Der Kastenbierpreis stagniert seit Jahren, ach was: Seit Jahrzehnten und die mögliche Preisspanne reicht von etwa 5,50€ bis 18€ (Öttinger, Stern, Hansa über Stauder und Fiege bis hin zu Potts oder Augustiner und anderen). Man schaue ins Ausland, da kost son Kasten mehr, und bevor jetzt jemand "Plörre" zu dem einen oder anderen Billigbier sagt: Verzichteten die großen Fernsehbiere auf diesen massiven Werbeeinsatz, bekäme man die auch für gut nen Fünfer! Ehrlich. - Manche von denen sind ja eh nur teure Plörre :-(

11.03.2013
07:51
Warsteiner will bitteres Bier auf den Markt bringen
von Hufschmied | #5

Bitter, ja schon, aber ich spreche lieber von herbem Bier, und da gibt es gerade hier bei uns an der Ruhr zwei traditionell herbe Vertreter, die für mich die Spitze der Pilsbraukunst darstellen: Stauder und Fiege! - Übrigens sind nicht nur die Bitterwerte interessant, sondern auch die Lagerdauer.

10.03.2013
22:48
Warsteiner will bitteres Bier auf den Markt bringen
von G.Mercator | #4

Die Deutschen trinken weniger Bier? Ich arbeite gegen den Trend an!

Im Übrigen können Fiege (siehe unten) und auch KöPi das herbe Bier schon lange, da kommt die Sauerland-Plörre nie dran!

10.03.2013
20:00
@DerMerkerNRW1
von sellerieschubser | #3

Woher wollen Sie das wissen?

Ich habe es probiert, es schmeckt ganz hervoragend! Geschmacklich ies es auf eine Stufe mit Jever Pils zu stellen! Lecker, lecker :-)

10.03.2013
19:22
Warsteiner will bitteres Bier auf den Markt bringen
von DaDU | #2

Bitters Bier? Wollen die die Preise schon wieder erhöhen?

3 Antworten
...die Preise schon wieder erhöhen...
von Hufschmied | #2-1

Haben Sie noch die Preise von vor zwanzig jahren im Kopf? Offensichtlich nicht! Bierpreise stagnieren, sind eher sogar gesunken, denn Fernsehbiere für 9 bis 10€ sind doch schon Standard.

Warsteiner will bitteres Bier auf den Markt bringen
von DaDU | #2-2

Haben Sie in letzter Zeit mal ein Bier in einer Kneipe getrunken, da stagniert nichts.

Warsteiner will bitteres Bier auf den Markt bringen
von Hufschmied | #2-3

Schön gekontert: Prost! ...natürlich mit einem Fiege an den Lippen. Zu Hause! ;-)

10.03.2013
18:59
Warsteiner will bitteres Bier auf den Markt bringen
von DerMerkerNRW1 | #1

Alles beim Fiege abgeschaut, aber daran wird die Warsteiner Plörre nicht ran reichen!

2 Antworten
Warsteiner will bitteres Bier auf den Markt bringen
von Ruhrius | #1-1

Igitt ...

Warsteiner will bitteres Bier auf den Markt bringen
von Sinnerman | #1-2

Aber Ruhrius....

Selbst ich, als ehemaliger Sauerländer, muss sagen, dass Warsteiner bisher eine unappetitliche Plörre ist und war. Fiege Gründer schmeckt mir mehrfach besser.

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