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Tag des Waldes

Wald gewinnt immer mehr an Bedeutung

22.03.2011 | 11:19 Uhr
Wald gewinnt immer mehr an Bedeutung
Tag des Waldes: Bürgermeister Manfred Gödde, Ortsvorsteherin Elisabeth Wiese, Hubertus Jesse als Vorsitzender des Forstschausschusses und Vertreter der "Wösken Schnaodloipers" pflanzen am Kapellenplatz zwei Elsbeeren, Baum des Jahres 2011.

Warstein.Erst kürzlich erreichte die Stadt wieder eine Kaufanfrage für einen Teil ihres Waldes. „Wir geben keinen Quadratmeter her“, nutzte Bürgermeister Manfred Gödde gestern den Internationalen Tag des Waldes, das ein für alle Mal klarzustellen. Der Verkauf zur Haushaltskonsolidierung sei vom Tisch. Stattdessen will die Kommune ihren größten – und einzigen – Reichtum ein wenig würdigen.

Mit dem Tag des Waldes fiel gestern auch in Warstein der offizielle Startschuss zum von den Vereinten Nationen ausgerufenen Internationalen Tag der Wälder. „Für Warstein als einen der größten kommunalen Waldbesitzer ist es selbstverständlich, das Ereignis zu begehen“, erklärte Bürgermeister Manfred Gödde. Mit dem Pflanzen der Elsbeere, Baum des Jahres 2011, durch Gödde, Ortsvorsteherin Elisabeth Wiese, Hubertus Jesse als Vorsitzender des Forstausschusses und Vertreter der „Wösken Schnaodloipers“, die damit ihre Allee der Jahresbäume weiter ergänzten, wurde der Warsteiner Stadtwald um zwei Bäume reicher.

Gepflanzt werden soll im UN-Waldjahr und darüber hinaus auch weiter derart symbolisch. Gödde hat alle Ortsvorsteher gebeten, geeignete Flächen zu benennen, an denen „Jubiläumsbäume“ gesetzt werden können. Dort könnten sich dann Vereine, Firmen und Familien, die etwas zu feiern haben (Jubiläen bzw. Geburtstage, Geburten, Hochzeiten etc.) ihr eigenes Baumdenkmal setzen.

Schulprojekt geplant

Da der Wald „unwahrscheinlich an Bedeutung als nachwachsender Rohstoff gewonnen“ habe, rief Gödde gestern gemeinsam mit Förster Henning Dictus die heimischen Schulen zur Teilnahme an dem Projekt „Vision Zukunftswald 2111“ auf. „Wie könnte der Wald in 100 Jahren aussehen, welche Gefahren drohen im und welche Ansprüche werden an ihn gestellt“, konkretisierte Dictus mögliche Arbeitsansätze. Wirft diese Aktion einen Blick in die Zukunft, ist auch an die Vergangenheit des Waldes gedacht, von dessen 5000 Hektar über 3000 Hektar schon seit der Stadtgründung Bürgerwald seien, wie Henning Dictus betonte. Geplant ist eine Ausstellung alter Fotos (entstanden vor 1980) aus dem Wald zu den Bereichen Arbeit, Freizeit, Jagd. Dafür wird die Mithilfe der Bürger benötigt, die entsprechende Aufnahmen leihweise und mit Rückgabegarantie im Rathaus abgeben können.

Den Blick auf die Gegenwart richten werden spezielle Themenführungen der drei Förster durch ihre Reviere zum Beispiel unter dem Titel „Moore und Moose“ sowie die Aktion „Aktuelle Fragen zum Wald“. Diese können alle, denen etwas waldspezifisches auf den Nägeln brennt, schriftlich im Rathaus abgeben, per Fax an die Nummer 81216 oder per E-Mail mit dem Betreff „Wald 2011“ an e.feld mann@warstein.de. Als Abschluss der Aktionen ist eine Podiumsdiskussion vorgesehen.

Armin Obalski

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