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Geschichte

Trio kümmert sich um Hirschberger Heimatstube

19.05.2010 | 10:45 Uhr
Trio kümmert sich um Hirschberger Heimatstube

Hirschberg. „Zukunft braucht Herkunft", mit diesen Worten werden die Besucher der Heimatstube in Hirschberg begrüßt. „Wir möchten die Geschichte bewahren", das treibt Theo Dresbur, Wilhelm Funke und Wolfgang Lohage an. Sie selbst nennen sich das „Seniorentrio".

Sie möchten die Geschichte bewahren. Theo Dresbur, Wilhelm Funke und Wolfgang Lohage nennen sich das „Seniorentrio". Und das hat in Hirschberg schon einiges auf die Beine gestellt.

Nicht nur ein Motiv der Heimat, sondern eine Vielzahl von Motiven — alle sorgfältig gerahmt und mit System aufgehängt — sind in der Heimatstube im idyllischen Birkenhof, Bermecke 1, in Hirschberg zu finden.

Recherchearbeit

Mühsame Recherchearbeit in Archiven sowie bei Privatpersonen, außerdem eine ordentliche Portion Geduld, aber auch ein paar gute Tipps und glückliche Zufälle haben es möglich gemacht, die Geschichte Hirschbergs zu dokumentieren. „Ich bin zum Beispiel auf sechs Meter Akten aus dem Archiv Stiegemanns (dem Architekten der Kirchenerweiterung) gestoßen", erzählt Wilhelm Funke und Begeisterung schwingt in seiner Stimme mit. „Da sind mir die Augen übergelaufen, das war sagenhaft. Die Akten gehören hier in einen Panzerschrank."

Aus Angst, die Geschichte Hirschbergs könnte verloren gehen, hat das Seniorentrio im November 2007 — nachdem es einen geeigneten Raum im Birkenhof gefunden hatte — eine Art Heimatmuseum entstehen lassen. Mit Bedacht haben die drei Senioren Fotos, Zeichnungen, Erklärstücke, aber auch Gegenstände aus früheren Zeiten wie Butterkerne, ein Spinnrad oder einen Kaffeeröster zusammengetragen.

Sieben Bereiche

Unterteilt in sieben Bereiche erzählt die Heimatstube von dem Ursprung Hirschbergs um 980 mit der Ansiedlung im Odacker — wo heute noch die Odacker-Kapelle steht — und der 1102 erbauten Burg auf dem Hertelsberg, von der Schlossgeschichte und der Geschichte der St.-Christophorus-Kirche. 1308 erhielt Hirschberg die Stadtrechte. Die Stadtgeschichte mit dem Verkauf des Hirschberger Tores nach Arnsberg 1826 wird in Bildern dokumentiert, ebenso die Bürgemeister von 1901 bis zur kommunalen Neugliederung 1975.

Weitere Themenschwerpunkte sind die Hirschberger Persönlichkeiten - Männer, die sich für den Ort verdient gemacht haben, darunter auch die Gründer der ältesten Handwerksbetriebe, wie Anton Schulte (Sattler- und Polstergeschäft) und der Schuster Theodor Risse.

Motive der Heimat

„Wilhelm Orgelmacher hat Hirschberg am 8. April 1945 unter Einsatz seines Lebens vor den Amerikanern bewahrt", erzählt Wilhelm Funke von einem Beispiel aus der Geschichte. „Er hat eine weiße Flagge am Kirchturm aufgehängt, um deutlich zu machen, dass Hirschberg sich ergeben will."

Vereine, die Landwirtschaft und die Gastronomie Hirschbergs komplettieren die Ausstellung. „Wir sammeln weiter", verspricht das Seniorentrio. Motive der Heimat — ob gerahmt an der Wand oder in natura — müssen schließlich für die Nachwelt bewahrt werden.

Laura Mock



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