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Tiergestützte Intervention im LWL

13.12.2013 | 06:00 Uhr
Tiergestützte Intervention im LWL
Hund Ludo und Isabella Wiemar besuchen Elisabeth Raidt (mitte) regelmäßig.Foto: Bea Pape

Warstein.   Hund Ludo und sein Frauchen Isabella Wiemar absolvierten die Prüfung der „Tiergestützten Intervention“ am Fort- und Weiterbildungszentrum im LWL. Die Altenpflegerin bringt nun mindestens einmal wöchentlich ihren Hund mit in die Wohngruppe nach Warstein.

 

Der Hund ist der treuste Wegbegleiter des Menschen - dieser Spruch trifft wohl bei den allermeisten Hundebesitzern zu. Auch Isabella Wiemar und ihr Bearded Collie namens Ludo sind seit eineinhalb Jahren ein unzertrennliches Team. Isabella Wiemar ist Altenpflegerin im LWL-Pflegezentrum und auch Ludo hilft dort mindestens einmal die Woche aus. Mit dem Abschluss der Prüfung „Tiergeschützte Intervention“ haben Ludo und ihr Frauchen jetzt offiziell die Möglichkeit, Demenzerkrankte zu besuchen und ihnen zu helfen.

Kunigunde Hundt, Leiterin der Pflegeeinrichtung, ist begeistert von der Idee einen Hund mit zu den Bewohnern zu nehmen: „Es gibt keinen Menschen, der nicht auf ein Tier reagiert. Auch Menschen, die an Demenz leiden, machen das.“ In vielen anderen Pflegezentren wird aufgrund von Hygiene-Schwierigkeiten auf die Intervention eines Tieres verzichtet. Aber wenn die entsprechenden Maßnahmen ergriffen worden sind, sieht Hundt dabei keinerlei Probleme: „Der Hund ist nachweislich versichert, geimpft und entwurmt. Klar bringt er mal ein bisschen Dreck von draußen mit rein, aber wir sind hier kein Krankenhaus mit sterilen Räumen.“ Wellensittiche und Fische sind ebenfalls schon mit den Bewohnern in Warstein eingezogen, Tiere sind also grundsätzlich kein Problem.

Umgang mit Rollator getestet

Und trotzdem muss vorher darauf geachtet werden, ob das Tier für die Gemeinschaft in Frage kommt. Ludo musste dafür eine Prüfung ablegen, in der er von einem Hunderichter eingeschätzt wurde. Außerdem waren Kommandos wie „Sitz“, „Platz“ und „Bleib“ eine weitere Voraussetzung sowie der Umgang mit dem Rollator oder anderen Gehhilfen. Isabella Wiemar musste ebenfalls eine Prüfung absolvieren, in der sie acht Seiten lang Multiple Choice Fragen beantwortete. „Die Prüfung ist auf das Gespann ausgerichtet, das muss einfach stimmen“, sagt auch Monika Stich, Leiterin des Fort- und Weiterbildungszentrums, wo der Kurs angeboten wurde.

Nach erfolgreichem Bestehen kommen Isabella und Ludo mindestens einmal wöchentlich im Doppelpack in die Wohngruppe. Ludo genießt dabei die volle Aufmerksamkeit der Bewohner und bekommt Leckerlis von allen Seiten angeboten. „Für die Bewohner ist es ein Erfolgserlebnis, wenn der Hund zu ihnen kommt und sich füttern lässt“, weiß Kunigunde Hundt. Auch Isabella Wiemar freut sich über den Erfolg ihres Schützlings: „Ludo ist sehr gewünscht in der Wohngruppe. Er bringt einfach Leben rein. Die Kommunikation von Tier und Mensch kann man nicht beschreiben, das versteht sich einfach von selbst.“

Schon wieder eine Warteliste

Schon jetzt gibt es wieder eine Warteliste mit weiteren Interessentinnen und Interessenten, die mit ihrem Hund die Prüfung zur tiergeschützten Intervention ablegen möchten.

Bea Pape

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2013-12-13 06:00
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