Stadt profitiert vom steigenden Holzpreis
23.09.2010 | 11:09 Uhr 2010-09-23T11:09:00+0200
Belecke.Ende des Frühjahrs, so hieß es, sollte begonnen werden, das Belecker Holz-Nasslager, das nach dem Orkan „Kyrill“ angelegt wurde, zu beseitigen. Getan hat sich nichts. Bislang.
Denn, so Henning Dictus, mit dem Abräumen soll in den nächsten Wochen begonnen werden: „Das nächste Frühjahr wird das Holz dort nicht mehr erleben!“ Und dass die Fichten sich noch immer in Belecke befinden, hat einen einfachen Grund: Die Preise steigen. „Der Holzmarkt zeigt sich zur Zeit sehr, sehr gut“, freut sich Dictus. Das zeichnete sich ab, und so entschloss sich die Stadt, mit dem Verkauf noch etwas zu warten.
Von den ursprünglich 30 000 Festmetern Holz wurden bislang zwei Drittel verkauft, der Rest wird mit Pumpen bewässert, damit die Qualität erhalten bleibt. Trotz der Kosten für Strom und Wasser rechnet sich das Abwarten für die Stadt.
Dictus konnte beim Nasslager auf die Erfahrungen anderer Holzbauern setzen: Bereits bei den Orkanen 1990 und 1998 in Süddeutschland wurde die Technik erfolgreich eingesetzt: „Es gab daher keine großen Bedenken, wenn die Rahmenbedingungen da sind.“ Und die waren in Belecke am Rande der Möhne gegeben.
Welche finanziellen Erfolge der Einsatz des Nasslagers für die Stadt am Ende hat, wird sich natürlich erst zeigen, wenn alles Holz verkauft worden ist (vorrangig übrigens „an unsere besten Kunden – aus der Region“). Dictus kann sich übrigens durchaus vorstellen, das Nasslager auch künftig wieder einzusetzen – und zwar nicht nur nach einem Orkan, sondern auch dann, wenn die Holzpreise mal wieder im Keller sein sollten. Dictus: „Das müssen wir ausdiskutieren.“
Es gibt einige Punkte, die dafür sprechen: Die Erfahrung haben die Warsteiner nun, und die Technik ist da. Die Pumpen werden zunächst der Feuerwehr übergeben, damit sie dort eingesetzt werden können. Sie stünden für ein neues Nasslager wieder zur Verfügung.
Aber jetzt steht erst einmal die Räumung an. Wann es nun genau los geht, kann Dictus noch nicht sagen. Und wie lange es dauert, bis die Fläche wieder „stammfrei“ ist, auch nicht. Denn das liegt zum einen am jeweils benötigten Volumen der Käufer – und an deren Zahl. Dictus: „Aber das kann recht schnell gehen!“
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