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Kleidersammlung

Stadt Warstein geht gegen illegale Container vor

02.08.2013 | 07:00 Uhr
Stadt Warstein geht gegen illegale Container vor
Die Stadt Warstein möchte, dass die gewerblichen Kleidersammel-Container entfernt werden.Foto: Manfred Böckmann

Warstein.   Mit etwas, das man nicht mehr braucht, Gutes tun – das geht ganz unkompliziert: Indem man nämlich seine ausrangierten Kleidungsstücke nicht einfach in die Abfall-Tonne wirft, sondern sie spendet.

Neben den heimischen Kleiderkammern bieten die Altkleidercontainer eine simple Möglichkeit, sich der nicht mehr genutzten Kleidung zu entledigen. Und das ist für die Warsteiner Bürger besonders komfortabel.

In Warstein gibt es nämlich 35 Standorte, an denen 51 Container karitativer Organisationen aufgestellt sind. Umgerechnet auf die Zahl der Einwohner bedeutet dies, dass es einen Container je 527 Warsteiner gibt.

Mit diesem Wert liegt die Bierstadt im Kreis Soest einsam an der Spitze – nur Ense (ein Container je 629 Einwohner) und Rüthen (692 Bürger teilen sich rechnerisch einen Container) haben ähnliche Werte, hat die Entsorgungswirtschaft Soest (ESG) errechnet. Im Durchschnitt des Kreises mit 307 Containern sind es fast 1000 Bewohner pro Kleiderbehälter.

Warstein hat aktuell sogar noch rund ein halbes Dutzend Container mehr – aber vermutlich nicht mehr allzu lange: Es handelt sich nämlich um gewerbliche Aufsteller, die mit den abgegebenen Kleidern oder Schuhen verdienen wollen. Und das ist der Stadt durchaus ein Dorn im Auge.

Genehmigungen für Standort

Genehmigt wurden nämlich nur die Standorte, an denen die karitativen Einrichtungen, also Rotes Kreuz, Kolping und Malteser) ihre Behälter aufgestellt haben. An diesen Containern klebt seit einiger Zeit auch ein vom Kreis Soest kreierter auffälliger Aufkleber, der die Menschen darauf hinweist, dass diese Sammlung genehmigt ist und garantiert ausschließlich von einer anerkannt mildtätigen Einrichtung betrieben wird.

Die gewerblichen Betreiber wurden vom Betriebshof der Stadt aufgefordert, ihre Behälter innerhalb von zwei Wochen zu entfernen. Auf den entsprechenden Containern klebt ein entsprechender Aufkleber mit der Forderung. Dort heißt es: Es ist „[...] untersagt, in den Anlagen und auf Verkehrsflächen Gegenstände abzustellen oder Materialien zu lagern.“ Wer dagegen verstößt, begehe eine Ordnungswidrigkeit. Und weiter: „Hiermit werden Sie aufgefordert, den Container umgehend, spätestens bis zum 14. August 2013 zu entfernen. Sollten Sie dieser Aufforderung nicht nachkommen, wird der Container kostenpflichtig entfernt.“ Für den Fall warten die Mitarbeiter des Betriebshofes nur noch auf die entsprechende Weisung.

DRK gleich nebenan

Für Spendenwillige wird es übrigens nicht unbedingt beschwerlicher durch den Wegfall dieser Container. In Suttrop beispielsweise (im Bereich der Discounter) stehen direkt neben den Behältern einer Kölner Firma die Gefäße des Roten Kreuzes – ganz offiziell und mit Gütesiegel.

Manfred Böckmann

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2013-08-02 07:00
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