Spuren führen zu Geocachern
24.11.2011 | 14:40 Uhr 2011-11-24T14:40:00+0100
Belecke.Vor 13 Tagen hatten wir zuletzt über die Vorfälle im Drewer Steinbruch berichtet. Unbekannte hatten zum wiederholten Mal den Einfriedungszaun zu dem Naturschutzgebiet beschädigt und sich Zutritt auf das Steinbruchgelände verschafft. Unsere Zeitung fand nun heraus, dass es so genannte „Geocacher“ sind, die sich in der 30 Meter hohen Steinwand geheime Botschaften hinterlegen. Sachgebietsleiter Liegenschaften Alfred Bathe leitet die Recherchen nun unverzüglich an die Untere Landschaftsbehörde weiter.
Damit hatte Bathe am allerwenigsten gerechnet: „Ich bin total verärgert über diese Dreistigkeit. Wir müssen der Sache schnellstens nachgehen.“ Auf den Internetseiten www.opencaching.de und www.geocaching.com ist das Geheimversteck als „Die Blaue Lagune am Steinbruch“ ausgegeben und als „besonders anspruchsvoll“ eingestuft.
Theo Becker, Vorsitzender des Belecker Angelvereins, ging bei unserem Anruf gestern ein Licht auf: „Ich habe neulich zwei Personen aus Bielefeld von dem Gelände verjagt. Die wollten mit Bergsteigerausrüstung über den Zaun klettern, um nach einer Nachricht zu suchen.“ Der Angelverein kümmert sich ehrenamtlich um die Kontrolle des Geländes. Becker: „Ich glaube, die waren aber so dreist und sind abends noch mal wiedergekommen.“
Die Bergsteiger begeben sich im Drewer Steinbruch nicht nur in absolute Lebensgefahr, sie missachten auch den Naturschutz. Becker: „Es haben sich hier wieder seltenere Tiere wie ein Uhu oder Hohltauben niedergelassen.“ Seit 20 Jahren kümmert sich der Angelverein um den Artenschutz am Steinbruch.
Auf der Internetseite www.opencaching.de schrieben viele Besucher Kommentare zum „Versteck an der Blauen Lagune“ - natürlich mit Pseudonymen. Der Kaiser von China schreibt: „An Vatertag auf unserer Mega-Cacherunde zusammen mit Groman123 dort gewesen!“ Disy sagt: „Tolle Location. Absolut sehenswert. Hinter dem unscheinbaren Tor ist es aber schöner“ - und setzt einen grinsenden Smiley dahinter. Miss_Marple: „Hinterm dem Tor war heute reichlich Aktivität. Es wurde geangelt. Doch wie sind die Angel-Muggels dort hinein gekommen?“ Klar ist: Man kann das von fünfreihigem Stacheldraht - und Natozaun umgebene Gelände nicht ohne Gewalteinwirkung betreten.
14:33
Mal wieder die typische (schlampige) Berichterstattung der WAZ zu Themen, die sie bedrohlich findet.
Leider, leider wird wieder etwas falsch dargestellt.
Geocaching is not a Crime!!!
00:16
1. Die Zeitung hat wohl nichts herausgefunden
2. Die Kommentare der bösen und Zäune niederreißenden Geocacher (Zitate letzter Absatz) sind über ein Jahr alt
3. Das Ziel der bösen Geocacher war:
a.) mache ein Foto VOR dem Tor
b.) beantworte eine Frage
Nachzulesen für jeden (sogar für Journalisten) unter
http://www.opencaching.de/viewcache.php?cacheid=136240 nachlesen
21:32
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21:00
...und habe stattdessen einmal den Presserat gebeten, er möge sich diesem Qualitätsjournalismus mit seinen damit verbundenen haltlosen Anschuldigungen annehmen: http://goo.gl/T3Lhr
18:10
Im Beitrag von Mike Fiebig kann man lesen: „Unsere Zeitung fand nun heraus, dass es so genannte Geocacher sind, die sich in der 30 Meter hohen Steinwand geheime Botschaften hinterlegen“.
Tatsache ist, dass der Drewer Steinbruch Standort eines sogenannten Earthcache ist, bei dem geologische Besonderheiten – häufig in Naturschutzgebieten oder als Naturdenkmal – interessierten Geocachern vorgestellt werden. Bei solchen Geocaches gibt es keine versteckten Schatzkisten oder sonstige Behältnisse und auch keine hinterlegten geheimen Botschaften. In der Beschreibung des Caches steht nachzulesen, dass als Nachweis des Besuchs ein Foto VOR DEM Tor der blauen Lagune aufgenommen werden sollte.
Wenn Mike Fiebig weiterhin Einträge aus dem Besucherlog zitiert und auf „natürlich mit Pseudonym“ hinweist, dann ist das zwar nicht falsch, aber doch tendenziös, denn das erinnert an konspirative geheimnisumwitterte Aktivitäten Alle Logeinträge weltweit erfolgen unter einem Pseudonym, denn Geocacher sind meist nur unter ihrem Nickname aka Pseudonym auch untereinander bekannt.
Wenn jemand mit Bergsteigerausrüstung über den Zaun klettert, dann will der wohl in der Felswand klettern und nicht nach einer Nachricht suchen, die es überhaupt nicht gibt. Ein Geocacher war das wohl kaum. Der Aussage über die Missachtung des Naturschutz und die Lebensgefahr kann ich mich nur anschliessen.
DEN Geocacher gibt es übrigens genau so wenig, wie es DEN Journalisten gibt. Ich werfe alle Journalisten auch nicht in einen Topf, nur weil ein Vertreter dieses Standes schlecht recherchiert hat.
Schade, dass als Folge des Beitrags Besuche von Geocachern - am Zaun - dieser interessanten geologischen Stätte unterbleiben werden. Der Earthcache wurde inzwischen archiviert.
Es wäre wohl angebracht, den Beitrag zu berichtigen und sich für die falschen Behauptungen über die Gruppe der Geocacher zu entschuldigen. Ich denke auch Journalisten haben eine Sorgfaltspflich, eine Berufsehre und eine journalistische Ethik. Schwarze Schafe gibt es anscheinend nicht nur bei den Geocachern.
11:37
Auch für die Leute die nicht bei facebook sind:
Hallo liebes Team von DerWesten,
an dieser Stelle möchte ich mich nochmal sehr für den so toll recherchierten Beitrag (http://www.derwesten.de/staedte/warstein/spuren-fuehren-zu-geocachern-id6102918.html) bedanken, in dem ich indirekt als "Naturschutzgebiet-Missachter" und Hausfriedensbrecher dargestellt werde!
Hätte der Author dieses Beitrags ordnungsgemäß recherchiert, so wäre ihm hoffentlich aufgefallen, dass es sich bei dem beschriebenen Geocache um einen so genannten Earthcache handelt.
Zur Erklärung: Bei einem Earthcache ist vor Ort NICHTS zu finden. Es geht lediglich darum einen Ort zu besuchen, der durch seine Geologie interessant ist. Im Anschluss müssen einige Fragen beantwortet werden um den Cache als "gefunden" markieren zu dürfen.
Im konkreten Beispiel lautete die Frage: "Geologisch gesehen ist Kalk Mergel ein Sedimentgestein und besteht zu 65% aus Ton und zu 35% aus Kalk. Wie nennt man das Sedimentgestein das zu 85% aus Ton und zu 15% aus Kalk besteht?"
Es besteht und es bestand zu keiner Zeit die Notwendigkeit das Gelände in illegaler Weise betreten zu müssen!
Fazit dieses "tollen" Beitrags:
Der Earthcache ist durch seinen "Besitzer" eingestampft worden. Zukünftige Geocacher werden, im Rahmen des Geocachings, nicht mehr die Freude haben diesen interessanten Ort kennenlernen zu dürfen. Hauptsache es wurde mal wieder ordentlich negative Stimmung gegen Geocacher gemacht.
Und unter uns: In der Headline einen Screenshot von Google Maps zu verwenden, ohne die Angabe von Copyright o.Ä., ist um einiges schlimmer als der Geocache über den Ihr ach so toll berichtet habt!
00:09
Mir braucht wirklich kein Vertreter der lokalen Printmedien mehr etwas vorjammern, dass die Abozahlen sinken. Bei diesem absolut unterdurchschnittlichen Niveau an journalistischer Arbeit ist es ja nur klar, dass so ein Käseblatt gerade noch zum Einwickeln von Currywurst-Pommes-Mayo ausreicht.
Ein wirklich peinlicher Versuch dem Schützenfestpaar- und Karnikelzüchter-Infoblättchen auf Kosten einer sog. Trendsportart eine Headline zu verpassen. Recherche mangelhaft, Informationsgehalt ungenügend. Aber ausreichend für den nichtwissenden Opa, der nun herrlich den Kopf über Geocacher schütteln und sich künstlich beim Stammtisch mit Bier und Korn darüber aufregen kann.
Logische Folge: Wenn mir mal wieder ein Zeitungsheini von Euch im hiesigen Supermarkt auflauert, sollte er darauf gefasst sein, dass ich ihm das Probeabo direkt um die Ohren haue!
Lächerlich!
20:22
Früher hatte Journalimus mal etwas mit Recherche zu tun. Offenbar haben das Journalisten heute nicht mehr nötig.
Earthcache werden mit einem Foto gelegt. Es gibt keine Dose. Und im Listing steht das dieses Foto vor dem Tor geschossen werden soll.
Selbst wenn der Angler meint Bergsteigerausrüstung gesehen zu haben ist die zum übersteigen eines Zaunes völlig idiotisch und aus cachersicht unsinnig da es keine Dose zu finden gibt.
Das hätte ein Journalist ganz einfach recherchieren können, wenn es den ein gut ausgeildeter Jounalist wäre.
Stattdessen steht da: Unsere Zeitung fand nun heraus, dass es so genannte „Geocacher“ sind, die sich in der 30 Meter hohen Steinwand geheime Botschaften hinterlegen.
Es mag ja kritsche Geocache geben aber dieser gehört ganz sicher nicht dazu.
19:37
Lieber Journalist,
wenn Du Dich mit der Thematik auseinandergesetzt hättest, hättest Du das Listing gelesen, und festgestellt, das ein Earthcache keine Dose besitzt.
Es wird extra darauf hingewiesen, das das Gelände nicht betreten werden darf.
Die angegebenen Logs spiegeln auch nicht wieder, das dort jemand der diesen Earthcache gemacht hat, Grenzen übertreten hat.
Das ist eher so, das jemand, der erahnen kann wie schön es auf der anderen Seite sein kann, in schönen Gedanken schwelgt. So in etwas wie vor einer Plakatwand mit einem Traumstrand, da steht man auch davor und sagt, wie schön wäre es auf der anderen Seite.
Ich halte Ihren Bericht für eine Unverschämtheit gegenüber des Cachers, der diesen Earthcache gelegt hat. Und noch einmal, es muss für diesen Cache kein Zaun überwunden werden, noch wird dazu aufgerufen.