Sportliche Aktionen, Tradition und Brauchtum im Blickpunkt
19.10.2009 | 14:53 Uhr 2009-10-19T14:53:00+0200
Warstein. Eine Premiere feierte der Brauerfest-Umzug in seiner achten Auflage: 50 Gruppen und Vereine zogen erstmals am Kirmes-Sonntag durch Warsteins Straßen, die tausende Schaulustige säumten. Besucher von nah und fern genossen bei strahlendem Sonnenschein das einzigartige Flair.
Von großen Vereinen wie Bürgerschützen Warstein oder TuS Grün-Weiß Allagen bis hin zu den kleinen wie Imkerverein oder Belecker Nachtwächter war alles vertreten, was das sportliche oder kulturelle Leben im Stadtgebiet Warstein bestimmt. Obligatorisch führten die Fassroller den Festzug an, gefolgt von Brauereichefin Catharina Cramer in einem schicken Auburn-Oldtimer und der Hallertauer Hopfenkönigin Mona Euringer im Warsteiner Fasswagen, herzlich begrüßt von Gerd Flaig. Er moderierte am Markt das bunte Spektakel und stellte die Wagen und Fußgruppen vor.
Sport wird groß geschrieben
Dass der Sport in der Stadt Warstein groß geschrieben wird, bewiesen heimische Vereine mit Aktionen auf offener Straße: Kleine Tennis-Matches (Tennispark Warstein) Voltigier-Vorführungen (Reiterverein), Schwungtuch-Darbietungen (Jugend des TuS Belecke) oder Tae-Kwon-Do (TuS 45 Warstein) begeisterten das Publikum. Tänzerisch glänzten einmal mehr die Mädchen vom Fanfaren- und Majorettencorp Allagen: Mit Pompons und Twirlingstäben standen sie im Blickpunkt.
Natürlich durften auch Vereine mit langer Tradition nicht fehlen: Da waren die Schützenverein aus allen Ortsteilen mit ihren Königspaaren sowie zum Teil komplettem Hofstaat vertreten, aber auch solche, die ein besonderes Brauchtum pflegen. Einen mobilen Minimeiler, der ordentlich qualmte, führten die Hirschberger Köhler vom SGV mit sich, während die Wöske Schnaodloipers willkürlich Zuschauer packten und auf den mobilen Grenzstein setzten. Allerdings wurden die Gepoalästen mit einem guten Tröpfchen entschädigt. . .
Echte Leidenschaft
Eine besondere Leidenschaft pflegen die Treckenfreunde Bohnenburg, deren Sonntagsausflug mit sehenswerten Oldtimern nach Warstein führte. Alte Brauereifahrzeuge wie einen Unimog-Cabrio von 1979 mit Getränke-Anhänger von 1942, dazu ein Wagen mit alten Gerätschaften verdeutlichten den Wandel. Schließlich sorgte auch die Dampfwalze, Baujahr 1925, für Aufsehen: Martin Freisen und sein Vetter Uli Freisen haben sie in Eigenregie restauriert — ein echter Hingucker.
Das schon optisch eindrucksvolle Bild rundeten heimische Kapellen, Blasorchester und Tambourcorps mit musikalischen Genüssen ab. Dabei gaben die Jagdhornbläser aus Hirschberg Kostproben von Jagd-Signalen und -Liedern und das Fanfarencorps Landsknechte Halver, in diesem Jahr auf dem Münchener Oktoberfest vertreten, beeindruckte mit besonderer Fahnen-Choreografie.