Spannende Zeitreise ins tiefste Mittelalter
12.08.2011 | 23:00 Uhr 2011-08-12T23:00:00+0200
Warstein.Wenn in der kommenden Woche das Historienspektakel die „Soester Fehde“ und der „Große Sturm auf die Stadt von 1447“ wieder Tausende in ihren Bann ziehen, dann sind auch Menschen aus Warstein mit dabei - und zwar mitten im Getümmel.
Für die Antwort wählt Günter Schlüter die kürzeste und überzeugendste Form, zu der der Sauerländer fähig ist: „Jau!!!“ antwortet er knapp auf die Frage, ob es Spaß macht, sich auf eine Zeitreise ins ferne Mittelalter zu begeben. Dann kratzt er sich kurz an seinem imposanten Bart und schiebt nach: „So richtig Spaß.“
Günter Schlüter kommt aus Drewer und war schon vor zwei Jahren dabei, als sich die Kreisstadt erstmals zurück ins Mittelalter katapultiert hat. Der Sterne-General Ulrich Nickel, der mit zu den Antreibern des Spektakels gehört, hatte den Oberstabsfeldwebel der Reserve bei einem Garnisonstreffen angesprochen und vom Mitmachen überzeugt. „Das Tolle daran ist, dass uns die Profis, die beim Theaterstück mitspielen, so akzeptieren.“ Schlüter schlüpft in gleich drei verschiedene Rollen: „Am liebsten ist mir natürlich die des Soldaten. Das passt zu meinem Charakter.“
Claire Scholz feiert in diesem Jahr Premiere. Die 10-Jährige kommt aus Hirschberg und ist von ihrer großen Schwester überredet worden mitzuspielen: „Meine Schwester hat mir schon Videos gezeigt, wie das vor zwei Jahren war. Deshalb weiß ich schon, was auf mich zukommt.“ Am besten gefallen der jungen Darstellerin die Tanzszenen: „Das macht am meisten Spaß.“
Der Spaß steht auch für Magdalene Ludwig aus Niederbergheim im Vordergrund. Sie gehört praktisch zu den Frauen der ersten Stunde und ist vor vier Jahren über die historische Nähwerkstatt von Ruth Reismann in das Ensemble gerutscht. Sorge, dass etwas schief gehen kann, hat sie nicht: „Es ist doch nett, wenn es nicht so perfekt ist.“
Und dann wäre da noch Marvin Risse (26). Der Warsteiner hat eine Hauptrolle. Er spielt den Herzog von Kleve, der am Samstag als Triumphator und Befreier der belagerten Stadt in die Soester Altstadt einziehen wird. Risse, Sohn von Ewald Risse, war schon vor zwei Jahren dabei und hatte auch da die Hauptrolle: „Es macht riesigen Spaß, aber ist auch ganz schön anstrengend.“ In den vergangenen vier Wochen war er regelmäßig zu den Proben in Soest. Jetzt, in der heißen Phase vor dem Auftritt, ist er sogar jeden Tag in Soest: „Dafür habe ich mir extra Urlaub genommen.“ Ein Urlaub, der sich lohnt? „Ganz klares Ja. So viel Ruhm und Ehre. Das Ganze hier ist einfach eine Riesensache.“
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