Rückfahrt mit neuen Aufgaben
31.01.2012 | 17:39 Uhr 2012-01-31T17:39:00+0100
Warstein.Der Weg zur B55n in Warstein bleibt im wahrsten Sinne steinig. Denn nachdem es nun endlich eine Absegnung für den Fanggraben an der Oberhagen-Wand gibt, stehen die nächsten langwierigen Verhandlungen für die Verwaltung ins Haus. Im Fokus: Die Steinbrüche am Hillenberg.
Gestern Vormittag waren Bürgermeister Manfred Gödde, Kämmerer Florian Beutler, Leiterin Technische Dienste Sabine Leitner und Helmut Reese (Sachgebiet Straßen) zu Gast in der Regionalniederlassung von Straßen.NRW in Meschede. „Wir haben Thomas Rensing und seine Mannschaft auf den Stand der Dinge gebracht. Über die Neue Mitte und auch über die Fallbett-Lösung für das Risse-Gelände haben wir gesprochen“, sagte Bürgermeister Manfred Gödde, „dadurch dass die Trasse dort jetzt ganz genau dargestellt ist, kann eine Bauleitplanung für das Risse-Gelände vorgenommen werden.“
Das heißt: Die Firma Risse weiß nun auch ganz genau, welche Flächen bebaut werden können und welche nicht. Laut Gödde „ein enormer weiterer Schritt in der Planung.“
Der nächste Schritt soll nun zügig erfolgen. Auch wenn der Bürgermeister weiß, dass die Verhandlungen alles andere als schnell verlaufen werden. „Am Hillenberg wird es darum gehen, dass festgelegt wird, bis wann die Felder der Steinindustrie abgebrochen sein müssen“, so Gödde. Bis zu einem Sicherheitsabstand von 300 Metern wird die Abbruchkante irgendwann an die Ortsumgehung heranreichen.
Gödde: „Wir müssen nun mit Westkalk und Brühne darüber verhandeln, wie viele Tonnen in welcher Zeit abgebaut werden müssen.“
Außerdem müsse der städtebauliche Vertrag mit der Firma Risse geändert werden. „Das ist ein altes Papier und an vielen Stellen nicht mehr zeitgemäß. Da müssen wir ran“, so Gödde.
Auch die in unserer Zeitung präsentierten Pläne von Brauerei-Chef Albert Cramer waren beim Treffen der Verwaltung und der Regionalniederlassung gestern - wenn auch nur am Rande - ein Thema. „Die Leute bei Straßen.NRW lesen natürlich auch die Zeitung und kriegen so etwas mit“, so Gödde. Nun solle aber erstmal versucht werden, „keine Störfeuer“ in die weitere Entwicklung hineinzubringen.
„Thomas Rensing hat gestern auch noch einmal betont, was Warstein für ein besonderer Standort ist. Hier müssen so viele Faktoren berücksichtigt werden“, sagte der Bürgermeister, der am Ende des Telefonats noch feststellte: „Mir geht das auch alles nicht schnell genug.“
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