Rottkes kulinarische Genüsse im VIP-Zelt
07.09.2010 | 11:00 Uhr 2010-09-07T11:00:00+0200
Warstein.Bei der Warsteiner Internationalen Montgolfiade (WIM) ist auch für kulinarische Genüsse gesorgt. Sascha Rottke aus Belecke mit seinem Party-Service und Catering weiß, was dem anspruchsvollen Gaumen Freude bereitet.
Die Gäste im VIP-Festzelt dürfen etwas Besonderes erwarten. Nicht nur die First-Class-Aussicht auf das Startfeld der Warsteiner Internationalen Montgolfiade wird geboten. Auch für kulinarische Genüsse ist gesorgt: Sascha Rottke aus Belecke mit seinem Party-Service und Catering weiß, was dem anspruchsvollen Gaumen Freude bereitet.
„Auf der WIM verwöhnen wir bereits zum vierten Mal die Gäste im VIP-Bereich mit täglich wechselnden exklusiven Buffetvariationen”, so der 37-jährige Belecker, der vor Jahren auf der WIM eine Event-Agentur aus Wuppertal kennen gelernt hat, aus der sich eine regelmäßige Zusammenarbeit entwickelte. Alle 90 Mitarbeiter von Rottke – davon allein 20 direkt im VIP-Zelt – sind an den Montgolfiade-Tagen im Einsatz, um einen reibungslosen, perfekten Service zu bieten.
Etwa zweitausend Kilogramm vom besten Fleisch, wie Schweinefilet, deutsches Roastbeef, zudem Lachs- und Zanderfilet, vier Tonnen feine Kartoffeln, marktfrisches Gemüse und knackige Salate sowie jeweils etwa eintausend Kilogramm exklusive Dessertvariationen und edle mediterrane Käsespezialitäten werden vom Rottke-Team zubereitet und dem Gast serviert.
Alles wird in dem Belecker Betrieb vorbereitet, das heißt, das Gemüse wird geputzt, das Fleisch geschnitten, kalte Platten angerichtet. „Das Finish machen wir Ort”, erklärt Rottke, und das bedeutet: Das Fleisch wird gebraten, der Fisch gegrillt und das Gemüse gedämpft – alles direkt in der „Zelt-Küche”. Im Urlaub in Südafrika ließ er sich zu Gerichten wie „Springbock-Roastbeef” oder „Hähnchenbrustfilet Kapstadt” inspirieren, die auch heimischen Gourmets schmecken werden. Dem Brauerei-Event gerecht wird er mit „Warsteiner Krustenschinken mit Pils-Sößchen”.
Bereits um vier Uhr in der Frühe beginnt der Arbeitstag. „Wir machen alles frisch, das ist einer der Gründe, warum wir so erfolgreich sind.” Ein anderer dürfte sein, dass der Chef für den Betrieb lebt, eine mehr als 80-Stunden-Woche ist für ihn keine Seltenheit.
Nach dem Abitur absolvierte Sascha Rottke zunächst eine Ausbildung zum Fleischer und Koch, ehe er in Münster Betriebswirtschaft studierte und vor zehn Jahren den elterlichen Betrieb übernahm. Die ehemalige Fleischerei strukturierte er um und konzentriert sich als eines der sehr wenigen Unternehmen dieser Art in NRW ausschließlich auf die Bewirtung von Gästen im „Außer-Haus-Geschäft”. Geschäftliche Anlässe wie Firmenfeiern, Betriebsjubiläen, Messen und Präsentationen sowie Hochzeiten, Geburtstage oder Abibälle – für Veranstaltungen jeder Art von 10 bis zu weit über 2500 Gästen ist der Belecker Betrieb gerüstet – und mit 50 000 Geschirr- und Besteckteilen auch gut ausgerüstet.
Im Januar diesen Jahres baute Rottke an das Haus in der Silbkestraße – der Betrieb ist seit 1866 in Familienbesitz – eine große Halle an, in der Küche und Logistikzentrum untergebracht sind. Die Erweiterung war der richtige Schritt: „Seit April sind wir jedes Wochenende ausgebucht. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 haben wir bisher in diesem Jahr 30 Prozent mehr Umsatz gemacht”, freut sich Rottke, dessen Schwerpunkt im Kreis Soest und bei Großveranstaltungen in NRW liegt; auch für das CruiseCenter im Hamburger Hafen übernahm er bereits den Menüservice.
Die gestiegene Auftragslage erforderte mehr Personal. Mit fünf neuen festen Mitarbeitern gehören jetzt 20 zur Stamm-Mannschaft, 70 werden nach Bedarf beschäftigt. Erstmals bildet der Betrieb einen Veranstaltungskaufmann aus.
Wenn auch das Privatleben leidet – sonntags kocht der Chef persönlich im Betrieb – so steht für Sascha Rottke eines fest: „Das ist ein toller Beruf, ich habe es nie bereut, ihn ergriffen zu haben.”
0mitdiskutieren