Neugierde auf Währung und neues Zahlungsmittel
01.01.2012 | 15:39 Uhr 2012-01-01T15:39:00+0100
Warstein.Wir waren ursprünglich der Meinung, dass wir nur eine überschaubare Anzahl von Euro-Starterkits benötigen würden. Das hatten wir falsch eingeschätzt und wurden recht schnell „eines besseren belehrt“.
Bereits Mitte Dezember 2001 war die Nachfrage und das Interesse unserer Kunden so groß, dass wir bei der Bundesbank nachordern mussten, erinnert sich Rita Cordes, damals bei der Volksbank für die Euro-Umstellung zuständig.
Die Neugierde auf die Euro- Währung und das neue Zahlungsmittel war groß. Die Kunden standen bereits am frühen Morgen des Neujahrstages an unseren Geldausgabeautomaten Schlange. Damit einher ging ein massenhafte Umtausch von DM-Münzen. Sparstrümpfe – Dosen- Gläser und andere Behältnisse wurden uns zur Leerung und zum Umtausch gebracht. „Wir wurden regelrecht mit DM-Kleingeld erschlagen, das war eine logistische Herausforderung“, erinnerte sich Rita Cordes.
Mein persönliches Euro-Erlebnis: Zusammen mit Freunden und Bekannten machten wir am Neujahrstag 2002 eine kleine Wanderung zum Gasthof „Auf der Platte“. Hier wurden die ersten Starterkits geöffnet und die Münzen bestaunt. Besonders bemerkenswert war, dass bei dem Bezahlen der „Zeche“ ein ungewöhnlich „krumme Summe“ herauskam. Logisch, der kleine Plastikbeutel mit 20- Euro-Münzen entsprach einem Wert von 10,23 Euro, umgerechnet 20 DM und der Wirt Karl-Josef Enste hatte eine punktgenaue Umrechnung seiner alten DM-Getränkepreise vorgenommen. Dennoch, mit einem entsprechenden Trinkgeld, was man nun neu kalkulieren musste, kam dann doch wieder eine runde Summe dabei heraus. Und irgendwie, so hat man heute den Eindruck, haben sich fast alle und nicht nur die Wirte an das „Aufrunden“ gehalten.
Ich habe danach selten für eine Runde Bier 7,76 Euro zahlen müssen.
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