Negativrekord: 2011 nur 213 Geburten in Warstein
16.01.2012 | 15:00 Uhr 2012-01-16T15:00:00+0100
Warstein.Die Zahl ist erschreckend: Noch nie wurden in Warstein so wenig Kinder geboren wie im vergangenen Jahr – und selbst 2010 war ein neuer Negativrekord: Auf dem Warsteiner Standesamt wurden 2011 nämlich nur noch 213 Geburten registriert, nach 235 im Vorjahr. Zum Vergleich: 1993, dem höchsten Wert in den vergangenen 20 Jahren, lag dieser Wert noch bei 464.
„Wir hatten im September/Oktober sogar noch die Sorge, dass wir die 200 nicht erreichen würden“, blickt Standesbeamtin Ursula Müller auf die Zahlen, die sie zusammen mit ihrem Kollegen Christoph Schmidt am Montag der Öffentlichkeit präsentierte. Von den 213 Geburten war eine Hausgeburt, zudem eine Totgeburt. 112 neugeborenen Mädchen standen 101 Jungen gegenüber. In 16 Fällen hatte mindestens ein Elternteil einen ausländischen Pass.
In 43 Fällen (zwei weniger als noch 2010) wurde die Wiege in Warstein, in 97 Fällen (minus 5) in den Ortsteilen aufgestellt. In 73 Fällen (87) wohnt die Familie außerhalb des Stadtgebietes, darunter in 41 Fällen in Rüthen und zehn Fällen in Anröchte. Aber auch aus Bestwig (4), Arnsberg (4), Meschede (2), Möhnesee (2), Olsberg (2) und Bad Sassendorf (2) entschieden sich Mütter ganz bewusst für das Krankenhaus „Maria Hilf“, um ihren Nachwuchs zur Welt zu bringen.
Bei den beliebtesten auf dem Standesamt beurkundeten Namen lagen 2011 bei den Mädchen Lea (7), Alina, Lara und Mia (je 4), gefolgt von Dana, Lena, Leonie, Lisa, Marie und Sophie (je 3) vorne, bei den Jungen waren es Leo (5), Max und Tim (je 4), gefolgt von Elias, John, Leon, Linus, Noel und Simon (je 3).
153 Kinder haben im vergangenen Jahr einen Vornamen vergeben bekommen, in 58 Fällen waren es zwei Vornamen und in zwei Fällen drei – mit mehr als drei Vornamen im Personalausweis muss sich keines der in 2011 Neugeborenen beschäftigen.
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