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Mitglied der Wehr verletzt bei Brand

04.09.2012 | 13:29 Uhr
Mitglied der Wehr verletzt bei Brand
Einsatz an der Filteranlage bei Calcis.Foto: Georg Giannakis

Warstein. Ein technischer Fehler verursachte offenbar am Dienstagmorgen einen Schwelbrand bei der Firma Calcis im Gewerbegebiet Enkerbruch. Dort brannten die Filtersäcke.

Während der Thermofühler eine Temperatur von rund 150 Grad übermittelte, war es über 300 Grad heiß – zu heiß für die Filtersäcke aus Kunststoff, die sich dann zu verflüssigen begannen und in Brand gerieten, schildert Calcis-Werksleiter Per Wasner gegenüber der WESTFALENPOST das Geschehen.

Er informierte am Dienstag gegen 8.30 Uhr Stadtbrandinspektor Michael Döben von dem Vorfall – und der beorderte die Feuerwehr ins Gewerbegebiet. Die holte dann die Säcke aus dem Filtersystem. Und zwar von Hand, wie Stadtbrandinspektor Michael Döben das Vorgehen erläutert. 25 Mitglieder des Löschzuges Warstein, unterstützt durch die Feuerwehrleiter aus Belecke, waren bis kurz vor Mittag im Einsatz.

„Filteranlagen brennen immer schon mal“, betont Döben; insofern war dies kein völlig ungewöhnlicher Einsatz für seine Kameraden. Und trotzdem: Es bestand die Gefahr, dass zu viel Sauerstoff an die Filter gelangte, so dass der Brand stärker geworden wäre. Hinzu kommt, dass es sich um umgelöschten Kalk handelt, der nicht mit Wasser in Berührung kommen darf.

Beim Einsatz verletzte sich ein Feuerwehrmann, der sich bei den dort herrschenden hohen Temperaturen (Döben: „Bis 500 Grad“) die Finger verbrannte.

Die Reparatur der Filteranlage soll bis Ende der Woche abgeschlossen sein. Der Ofen steht in dieser Woche eh still, da Revisionsarbeiten durchgeführt werden. In diesem Rahmen, so Wasner, war allerdings kein Filterwechsel vorgesehen, der nun mit erfolgt. Er geht davon aus, dass der Betrieb wie geplant am Freitag wieder angefahren werden kann, da die Stahlkonstruktion des Filtersystems offensichtlich nicht beschädigt wurde. Den durch den Brand angerichteten Schaden beziffert der Calcis-Werksleiter auf über 20 000 Euro. Einen derartigen Brandschaden habe er noch nicht erlebt, weder in diesem Betrieb noch vorher, so Wasner: „Ich habe bisher die Feuerwehr noch nie auf dem Hof stehen gehabt.“

Zumindest bei einem Einsatz: Ganz bewusst nutzt die Feuerwehr die Möglichkeit, sich vor Ort zu informieren und dort Übungen durchzuführen. Döben: „Es ist gut, dass man sich dort auskennt – und die Verantwortlichen vor Ort.“

Manfred Böckmann

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2012-09-04 13:29
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