Mit bunten Steinen gegen graue Straßen vorgehen
16.02.2010 | 09:00 Uhr 2010-02-16T09:00:00+0100
Warstein. Wenn der Affenbande die Sternstunde schlägt und die Wi(c)kinger vom Schweinevirus verfolgt werden, dann ist Rosenmontag an Dorpke und Wäster. Tierisch was los war gestern trotz eisiger Kälte beim närrischen Umzug von GWK und SKG.
Von der sibirischen Kälte hatten sich so manche der Zugteilnehmer beeinflussen lassen, wie sonst ist es zu erklären, dass es so viele in den hohen Norden zog? Während der KC Altenwarstein das Ende der Eisbären befürchtete, tanzten die „Blauen Jungs” zusammen mit den Lappen rund um die Rentiere. Ganz wild trieb es der „Pyramidenverleih Ramses”, der die Wikinger mit ihrem riesigen Schiff über Suttrops und Warsteins Straßen schickte. Besonders sehenswert: Die krummen Gebisse der wilden Gesellen, die manches Zahnarzt-Auge glänzen ließen.
In wärmere Gefilde zog es die „Desperdos”, bei denen im Dschungellande die Affenbande los war und auf Felsen und unter Akazien turnte. Selbst der Bürgermeister wurde zum Tänzchen entführt. „Probier's mal mit Gemütlichkeit”, ganz nach dem Motto von Mowgli und Balu, konnte man da nur raten.
Wie im alten Amerika fühlte sich Joe's Pub Team und enterte den Raddampfer „Wäster Queen” — mit gutem Grund: „Die Hauptstraße wird neu geteert, JPT über die Wäster fährt.” Das Teeren umgehen wollten hingegen „Z.T.Z.A.”: „Bunte Legosteine noch und nöcher, wir stopfen Warsteins Straßenlöcher”. Und zur Not kann man sich noch Hilfe bei der Gruppe „Kunterbunt” holen, die — in steingrauen Kostümen mit Piusberg auf dem Kopf — alles kurz und klein sprengte. Vielleicht kommt man so zu einer „Rosa Stadt mit Zukunft”, wie die „Sternschnuppen” glaubten. Und sonst macht man es halt wie das DRK und Mary Poppins: „In Warsteins Straßen ist nichts los, drum gehen wir auf die Dächer los.”
Leere Geschäfte monierte auch der „bunte Haufen” und fühlte sich glatt ins Mittelalter versetzt — mit Rüstungen und Rössern ritten die Mannen durch das Wästertal. Ob sich darüber die Ratten freuten, die in großer Zahl Karneval feierten bei Bergenthal? Für die richtige Beleuchtung kann bei dieser Party der WDR4-Club sorgen, der den „Sternenzauber in unsere Stadt” brachte. Und die „Scheichs aus dem Wästertal” liefern Mineralwasser aus der Hillenbergquelle. Bunt trieben es auf den Straßen auch ganz besondere rosa Freunde: Der Schweinegrippe-Virus war eingefallen. Da wunderten sich nicht nur Micky und Minnie Maus, auch andere Comic-Freunde waren zu Gast: Die Simpsons waren aus Eversberg angereist. Der Nachbarort war erstmals beim Rosenmontagszug dabei.
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