Lehrer freuen sich auf gemeinsame Arbeit
26.08.2010 | 19:07 Uhr 2010-08-26T19:07:00+0200„Alle freuen sich auf die gemeinsame pädagogische Arbeit“, zog gestern Hans Cramer, Leiter der Hauptschule Warstein, ein Resümee der ersten Lehrerkonferenz, an der fast alle der 43 Lehrkräfte der Hauptschule Warstein und Möhnetal/Belecke teilnahmen.
Warstein/Belecke. Mit Beginn des neuen Schuljahres wird die Fusion der beiden Hauptschulen Warstein und Belecke vollzogen, die aufgrund sinkender Anmeldezahlen der Fünftklässler notwendig geworden war. Jedoch unterrichten die Kollegien nach wie vor am jeweiligen Standort die insgesamt rund 430 Schüler. Während Hans Cramer als alleiniger Schulleiter fungiert, ist seine Vertretung in Belecke mit Konrektorin Adelheid Schmidt-Huckebrink und in Warstein mit Konrektor Marcus Schiffer gesichert.
„Ich werde versuchen, jeden Tag einmal an beiden Stellen zu sein“, hat sich Cramer vorgenommen. Damit ihn die Belecker Schülerinnen und Schüler nicht nur als Nachfolger von Brigitte Werner, sondern auch als Lehrer kennenlernen, unterrichtet er dort Biologie; in Warstein ist er zudem als Mathematik-Lehrer im Einsatz.
Bei einer Wanderung mit anschließendem Essen im Schloß Welschenbeck kamen die beiden Kollegien bereits vor den Sommerferien ins Gespräch. „Wir wollten ganz sanft anfangen, ohne dass es groß mit Schule zu tun hat“, so Cramer. Bei diesem Treffen wurde lediglich der Ort der ersten Lehrerkonferenz ausgelost - und die fand gestern Vormittag in Warstein statt; später tagen die Lehrer im Wechsel in Belecke.
Sowohl der Lehrerrat, als auch alle anderen Gremien, wie Schulkonferenz und Pflegschaften, werden paritätisch mit Vertretern beider Standorte besetzt. Dass alles zielgerichtet auf „eine Schule“ hinausläuft, zeigt sich auch in der Idee, einen Namen für die gemeinsame Hauptschule zu finden. „Dazu wollen wir einen Wettbewerb mit den Schülern starten“, möchte Cramer die Jugendlichen zum Mitmachen motivieren
Den pädagogischen Schwerpunkt legen die Konrektoren vor allem auf die Ausbildungsqualifizierung. „Das ist unser Grundziel an beiden Standorten,“ so Adelheid Schmidt-Huckebrink, die in dem Zusammenwachsen der Schulen Chancen sieht, die bestmöglichen Rahmenbedingungen für Schüler und Lehrer zu schaffen. Verstärkt werden soll, so das Leitungsgremium, die Berufsorientierung, die schon in der 7. Klasse beginnt und über jeweils dreiwöchige Praktika in Klasse 9 und 10 geht.
„Wir wollen an der Lebensplanung jeden einzelnen Schülers mitwirken“, so Marcus Schiffer. Bewährt hat sich auch das Klassenlehrer-System in Warstein: „Der Lehrer bleibt ab der fünften Klasse für die gesamte Schulzeit der Ansprechpartner; dadurch ensteht eine sehr persönliche Beziehung zu den Schülern“, erklärt Hans Cramer.
Auf Dauer wird es nicht bei den räumlich getrennten Schulen bleiben. „Wo der Hauptschulstandort sein wird, ist eine politische Entscheidung“, will Cramer keinen Tipp abgeben. Innerhalb der nächste fünf Jahre werden die Würfel fallen. Damit der gemeinsame Unterricht an einem Standort dann reibungslos über die Bühne gehen kann, wird schon zum neuen Schuljahr damit begonnen, die Schulbücher nach und nach anzugleichen.