"Kyrill" macht Forst einen Strich durch die Rechnung Betriebsergebnis von 2006 ergibt 415 000 Euro Gewinn / Rote Zahl für 2007 erwartet
13.06.2007 | 07:40 Uhr 2007-06-13T07:40:46+0200Warstein. Die positiven Jahresbilanzen der Forstwirtschaft in den vergangenen Jahren dürften ein Kämmererherz in Zeiten des Nothaushaltes höher schlagen lassen. Mit einem satten Plus von 415 000 konnte das Jahr 2006 abgeschlossen werden. "Ohne Kyrill hät
Doch der Orkan sorgt nun für einen massiven Einbruch der Erfolgskurve. Aus den vor "Kyrill" geschätzten 500 000 Euro Einnahmen für 2007 wird nichts. "Wir werden diesmal keine schwarze Zahl schreiben", gab der Kämmerer in der gestrigen Sitzung des Forstausschusses einen Ausblick.
Welchen finanziellen Schaden der Orkan tatsächlich angerichtet hat, wird sich erst in einigen Jahren zeigen, wenn das Sturmholz verkauft ist. Deutlich höhere finanzielle Belastungen stehen jedoch schon jetzt fest. Bei einer Begehung des Stadtwaldes machte Forstamtsleiter Henning Dictus den Ausschuss-Mitgliedern deutlich, dass allein die Aufarbeitung von Sturmholz 30 Prozent teurer ist. Hinzu kommen unter anderem zusätzliche Transportkosten zur Lagerfläche und Kosten zur Errichtung und Unterhaltung des Nasslagers in Belecke, wo derzeit 25 000 Festmeter Holz lagern. Weiteres Sturmholz soll in einem Nasslager in Wennemen bis zur Vermarktung untergebracht werden.
75 Prozent der Waldschäden wurden bereits aufgearbeitet, es bleibt ein Rest von 25 000 Festmetern Holz. Dabei wird eine Lebendkonservierung bevorzugt. Die abgeknickten Bäume bleiben liegen, damit die Wurzeln weiterhin die Stämme versorgen und vor dem Austrocknen schützen. So soll auch der derzeitigen Verstopfung des Holzmarktes begegnet werden. Mit einem Mix aus Lagerung, Verkauf und Ferntransport hofft die Kommune, den Orkanschaden so gering wie möglich zu halten. Inzwischen sind auch Förderprogramme des Landes angelaufen, die eine Hilfe bieten.
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