Klares Zukunftsbekenntnis
13.03.2010 | 05:00 Uhr 2010-03-13T05:00:00+0100Warstein. Mit einem klaren Bekenntnis zur Westfälischen Landeseisenbahn (WLE) ist eine von der Kreis-SPD einberufene Konferenz zu Ende gegangen. „Wir kämpfen für die WLE”, formulierte Wilfried Jäger, Vorsitzender Kreistagsfraktion.
In einer prominent besetzten Konferenz, an der der WLE-Geschäftsführer Dr. Eberhrd Christ, der Betriebsrat des Transportunternehmens sowie die Landtagsabgeordnete Marlies Stotz und SPD-Vertreter aus den Kreisen Soest und Warendorf teilgenommen haben, wurde zunächst die aktuelle Situation diskutiert. Bekanntlich hat der Landschaftsverband seinen Ausstieg aus der WLE-Finanzierung zu 2013 angekündigt. Dadurch entsteht eine Finanzierungslücke von mindestens 700 000 Euro.
Der Kreis Warendorf hat bereits entschieden, künftig dreißig Prozent dieses Defizits auszugleichen. Ähnlich - so die Vorstellung der SPD - soll auch der Kreis Soest reagieren. Kreisdirektor Dirk Lönnecke hat bereits angekündigt, dass die Gesellschafter in Gesprächen sind und Vorbereitungen für eine mögliche Lösung treffen. Auch die Stadt Münster hat Bereitschaft signalisiert, „in die Bresche zu springen”. „Wir haben deutliche Kritik am Ausstieg des Landschaftsverbandes formuliert”, erklärte Jäger.
WLE gut aufgestellt
Was auf die Städte zukommt, die bisher vom Güter-Transport auf der Schiene profitieren, machte ein Vertreter der Stadt Beckum deutlich: Dort werden täglich 320 zusätzliche Lastwagen erwartet. Eine Größenordnung, die auch Warstein zu erwarten hat. Dr. Christ machte daher noch einmal deutlich, wie gut die WLE inzwischen aufgestellt sei, um noch mehr Gütertransport von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Ein wichtiger Mosaikstein sei dabei auch die Baumaßnahme in Warstein. Hier wird der Bahnhof komplett für den Gütervekehr ausgebaut.
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