Kein Grund, Kopf in den Sand zu stecken
03.11.2008 | 16:57 Uhr 2008-11-03T16:57:00+0100
Bürgermeister-Kandidat Frank Maatz war Gast beim CDU-Hubertusessen.
Mülheim. „Ich kann hier einiges bewirken. Ich möchte für Sie arbeiten. Ich möchte mit Ihnen arbeiten!“ Frank Maatz, Bürgermeisterkandidat von CDU und SPD, zeigte sich bei seiner „Einführung” beim Hubertusessen der Union im Bauernstübchen smart und charismatisch.
Nachdem er auf die von Rüdiger Brüggemann vorgestellte Vita eingegangen war, riss der 47-jährige Beigeordnete der Stadt Meinerzhagen wenige Punkte seines Wahlprogramms kurz an: Kürzungen von ehrenamtlichen, freiwilligen Angebote seien nicht zur Konsolidierung des angeschlagenen Haushalts geeignet: „Wir wollen nicht dort sparen, wo wir einen Ort lebenswert machen.“
Die derzeitige finanzielle Lage der Stadt sei kein Grund, „den Kopf in den Sand zu stecken”. In den vergangenen zehn Jahren, in denen er in höheren Führungspositionen tätig war, habe er gelernt, dass für ihn jedes Problem eine Herausforderung sei. Die „gute Arbeit im Rathaus” etwa könne durch eine stärkere Transparenz noch optimiert werden.
Brüggemann stellte zwei Punkte heraus, die er als „Glücksfall” bezeichnete. Zum einen sei Maatz gelernter Industriekaufmann, somit geeignet, betriebswirtschaftliche Probleme zu beurteilen. Des weiteren zeige seine Ehefrau Brigitte durch ihre stete Präsenz, dass sie „ihrem Mann bei seinem Vorhaben den Rücken stärkt”.
Umfangreicher war der „Abriss der letzten vier Jahre“ Ratsarbeit von Ortsvorsteher Rainer Stamen. Mülheims Ortsvorsteher, Mitglied im Haupt- und Finanz-, im Jugendhilfe-, im Ausschuss für Soziales, Schule und Sport und im Wahlausschuss, monierte den schlechten Informationsfluss von Seiten der Verwaltung. Er sprach kontroverse Themen, wie die Schließung der Musikschule an und erinnerte an „positive Punkte“, wie den Ausbau der Peterbache II, die Verbesserung der Nahversorgung und den Ausbau der Möhnestraße / B 516.
Die Parteimitglieder wählten ihn ebenso einstimmig als Ratskandidat wie den schulpolitischen Sprecher Günther Süggeler als Kandidaten für den Kreistag: „Ich habe die Zeit dazu. Ich mache es gern. Es ist eine wertvolle Aufgabe“, nahm auch Süggeler das Votum an.
„Ersatzfrau hört sich gut an“, schmunzelte Brüggemann bei der Vorstellung der stellvertretenden Ratskandidatin Ulrike Wiegelmann. Die Rektorin der Grimmeschule hatte diese Aufgabe bereits in der jüngsten Wahlperiode übernommen und ist seitdem auch als Sachkundige Bürgerin im Rat tätig. Auch sie wurde einstimmig in ihr Amt gewählt.
0mitdiskutieren