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Infineon-Mitarbeiter zahlen im Vorbeigehen

10.05.2012 | 06:00 Uhr
Infineon-Mitarbeiter zahlen im Vorbeigehen
Bargeldlos zahlen mit der Geldkarte: Infineon setzt auf moderne Technik aus dem eigenen Hause. Impressionen aus der Kantine.

Belecke. Belecke ist unzweifelhaft ein Innovationsstandort – und zwar nicht nur was die dort produzierte Technik betrifft. In der Kantine von Infineon und AEG kann bargeldlos bezahlt werden – und das künftig auch kontaktlos.

Bereits seit die Kantine vor rund fünf Jahren öffnete, besteht die Möglichkeit, bargeldlos den Pausenkaffee oder das Mittagessen zu bezahlen. Die Infineon-Mitarbeiter können dafür ihren Mitarbeiter-Ausweis verwenden, der mit einem Geldkarten-Chip versehen ist. Mitarbeiter der AEG und Gäste nutzen den Chip auf ihrer Maestro- oder ec-Karte. Die Sparkasse Lippstadt hat dafür im Eingangsbereich eigens ein Terminal aufgestellt, mit dem der Chip aufgeladen werden kann. Ein weiteres soll in Kürze folgen. An der Kasse wird die Chip-Karte ein Lesegerät gesteckt – und ohne Pin oder Unterschrift ist das Menü bezahlt.

Bald noch fortschrittlicher

Diese Art des Kassierens ist zwar schon fortschrittlich und schnell – doch bald geht es noch besser und schneller: Bereits im vergangenen Jahr wurden alle Infineon-Mitarbeiter-Ausweise neu ausgegeben, und zwar mit einem hochmodernen Chip, der kontaktloses Bezahlen ermöglicht. „Der Chip stammt übrigens von Infineon“, freut sich Jörg Malzon-Jessen, Pressesprecher des Unternehmens.

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Bargeldlos zahlen

Die Kantine auf dem Infineon-Gelände (gleiches gilt für die neue Cafeteria) ist mit dem kontaktlosen Bezahlen ein absoluter Vorreiter. Der Sparkassen-Verband tauscht derzeit bundesweit alle Maestro-Karten gegen neue mit „Funkchip“ aus.


Eingesetzt wird die Technik unter dem Namen girogo derzeit schon im Raum Hannover und bei ausgewählten „Leuchtturmprojekten“ wie der BayArena Leverkusen, BASF Ludwigshafen und der Uni Dortmund.

Künftig soll auch der Handel durch schnelleren Kassiervorgang profitieren: Laut Bundesbank liegen 80 Prozent der Zahlungen im Handel bei einem Volumen von unter 20 Euro – und davon werden 95 Prozent bar bezahlt.

Vermutlich im August (Malzon-Jessen: „Wir müssen auf die Geräte warten“) stellt die Sparkasse Lippstadt als Finanzpartner des Systems das moderne Lade-Terminal auf, bei der die Karte nicht mehr in ein Lesegerät gesteckt werden muss, um aufgeladen zu werden. Und auch der Zahlungsvorgang läuft dann kontaktlos ab: Karte ans Lesegerät halten – „Guten Appetit!“

„Die Geldkartenfunktion hat sich hier gut durchgesetzt, das vereinfacht den Bezahlvorgang“, weiß der Pressesprecher aus eigener Erfahrung: „Für kleine Beträge ist das optimal.“ Derzeit nutzen rund 40 Prozent der Kantinen-Gänger die Möglichkeit, der Rest greift nach wie vor in die Geldbörse und sucht nach passenden Münzen. An der Kasse hofft man, dass durch die neue Technik der Wert noch besser wird.

Manfred Böckmann

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