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Infineon: Belecker Werk nicht von Stellenabbau betroffen

27.07.2008 | 10:55 Uhr

Für Unruhe im Belecker Werk der Infineon sorgte die Nachricht, dass der Halbleiterhersteller weltweit 3000 Stellen streichen will. Doch die Firmenleitung gab umgehend Entwarnung.

Belecke. "Unser Standort ist nicht von betriebsbedingten Kündigungen betroffen", machte Firmensprecher Jörg Malzon-Jessen deutlich. Die 1300 Beschäftigten in Belecke müssen nicht um ihre Arbeitsplätze bangen. Dass das Unternehmen nicht zu diesem Schritt gezwungen ist, liege zum einen an einem kontinuierlichen Optimierungsprozess. „Die Kosten werden permanent auf den Prüfstand gestellt”, so Malzon-Jessen. Nur über eine optimale Kostenstruktur könne man sich der sehr scharfen Konkurrenz auf dem Weltmarkt der Halbleitertechnik widersetzen. Infineon hält seit sieben Jahren Platz 2 hinter Mitsubishi, gefolgt von drei weiteren japanischen Firmen.

Ein anderer Aspekt ist das Vorschlagswesen; die Mitarbeiter bringen sehr aktiv Ideen ein, sagen, wo einerseits Kosten eingespart und oftmals gleichzeitig die Qualität der Produkte verbessert werden können. Diese Vorschläge werden auch belohnt. 

Vorteile zur Beschäftigungssicherung bringt zudem das Standortentwicklungkonzept: Vor eineinhalb Jahren wurde mit der IG Metall eine Betriebsvereinbarung über Mehrarbeit abgeschlossen; die Beschäftigten arbeiten 40 Stunden. Bereits im Jahr 2000 führte das Unternehmen ein flexibles Arbeitszeitmodell ein, über das sogar 400 Arbeitsplätze zusätzlich entstanden. 

Während in Belecke das Geschäft boomt, reagiert der Konzern auf seine anhaltenden Probleme mit einem drastischen Stellenabbau. Zwar kündigte das Dax-Unternehmen an, der Abbau betreffe alle Standorte, Funktionen und Hierarchieebenen, doch davon ist Belecke offensichtlich nicht betroffen. 

In einer Mitarbeiterversammlung am Freitag konnte Betriebsleiter Klaus Buchwald Entwarnung geben und verwies auf die bestehende Betriebsvereinbarung, die betriebsbedingte Kündigungen bis 2012 ausschließt. Die Zahlen für das Geschäft von Infineon Warstein für das dritte Quartal im Geschäftsjahr 07/08 sind positiv.

Susanne LOEBBERT

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