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In der Schule ist Improvisation gefragt

21.01.2015 | 00:10 Uhr

Rüthen. „Abi- was dann?“ Diese Frage stellten sich die Schüler des Rüthener Abiturjahrgangs (Q2). In Form eines kulturellen Abends, durch den die beiden Moderatoren Eva Schulenberg und Felix Sander führten, unterhielten die angehenden Abiturienten ihr Publikum mit verschiedenen Programmpunkten, bei denen sie auf ihre schulische Vergangenheit zurückblickten. Eines der eingesetzten Stilmittel hierbei waren die Poetry-Slams.

Ihre Gefühle und Gedanken, welche den Abiturienten im Laufe ihrer Schulzeit immer wieder kamen, drückten sie in den Texten -- mal humoristisch, mal seriös -- aus. Lukas Hölscher machte hierbei den Einstieg, als er Tabea Lehmkühlers Texte performte. Diese handelten von einem Leben nach dem Abitur. Robin Wieners thematisierte derweil eine gewisse Orientierungslosigkeit in der heutigen Gesellschaft. In seinem Text knüpfte Luca Wohlmeiner an den Deutschunterricht an, indem er die gelehrten Themen auf die heutigen Gegebenheiten umwandelte. Felix Gabel thematisierte seine Schulzeit und das eventuell kommende Studium.

Ein weiterer Programmschwerpunkt an diesem Abend war die Musik. Die eigens gegründete Stufenband, bestehend aus Jonathan Cruse (Gitarre), Justus Schulte (Gitarre), Marie Traud (Bass), Bright Umezulike (Keyboard), Marco Kühle (Schlagzeug) und Johanna Polifke (Geige), spielte neben berühmten Werken auch selbstkomponierte Stücke. Gesanglich überzeugten Louisa Ebers, Karl Magnus Risse, Andreas Radin und Ruben Goesmann das Publikum und sorgten für ein echtes Gänsehautgefühl.

Überraschungsgäste

Ein besonderer Erfolg, welcher für Lachanfälle im Publikum sorgte, war ein Überraschungsauftritt zweier Pädagogen. Die beiden Lehrer Daniel Rikus und Dr. Andreas Dierkes stellten ein typisches Gespräch aus dem Lehrerzimmer dar. „Die Vorurteile über das Lehrerzimmer sind hier wirklich erfüllt“, erklärte Moderatorin Eva Schulenberg. In ihrem Auftritt versuchte Lehrer Dierkes verzweifelt Englisch-Klausuren zu korrigieren, während Daniel Rikus ihn mit einem Gespräch abzulenken versuchte. Im Laufe des Gesprächs kamen die beiden Lehrer auf verschiedene Talente ihrer Schüler zu sprechen, welche nicht immer in der englischen Sprache liegen. Schließlich stellen sich die beiden die Frage, ob sie schon immer Lehrer werden wollten.

Aufs Glatteis begaben sich die Schüler mit dem Improvisationstheater. Zuerst kreierten sie eine Situation in Geschäften, wie einer Fleischerei (Marie Schäferhoff und Lukas Hölscher) oder Bäckerei (Alexander von Bonin und Vera Stemper). Das Publikum sollte jeweils vier Gefühle nennen, welche der jeweilige Kunde rüberbringen musste. Während in der Bäckerei der Donut aufgrund seines Lochs bemitleidet wurde, wurde in der Fleischerei das Mett angehimmelt. Das Publikum durfte derweil auch andere Orte bestimmen, wo sich dann Justus Schulte (Verkäufer) und Katharina Mertin (Käuferin) wiederfanden. Das Publikum nannte hier unter anderem eine Disco und ein Casino, in welchem Katharina eine Spielsucht vorspielte. Auch Katharina Eickhoff und Karl Magnus Risse wurden von dem Publikum in verschiedene Gebäude gebracht, in welchen sie dann passend improvisieren mussten.

Besonders unterhaltsam wurde es in einem Interview über besondere Fähigkeiten. Der Befragte kannte seine Fähigkeit nämlich selbst nicht, musste diese jedoch mit Hilfe seiner Hände erraten. Die Schwierigkeit lag jedoch darin, dass die Hände einer anderen Person gehörten.

„Die Internetseiten werden immer ausgeprägter“, führte Eva Schulenberg in das nächste Improvisationsstück ein. Zuvor verfasste das Publikum neue Internetseiten, welche dann jeweils von einem Schüler vorgestellt wurden. Jedoch durfte der Schüler nur etwas vorstellen, wenn es an das zuvor Genannte angeknüpft werden konnte.

Zum Abschluss des Abends ging es an die Bushaltestelle, an welcher verschiedene Personen zusammenkamen und sich über verschiedene Ansichten und Lebenssituationen unterhielten. Ein gelungener Abschluss dieses Abends.

Johanna Frenz

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2015-01-21 00:10
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