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Henkes Einsatz lebt in Stiftung weiter

28.09.2012 | 16:31 Uhr
Henkes Einsatz lebt in Stiftung weiter
Die Krankenpflegeschule in der Diözese ThanjavurFoto: privat

Warstein.   Er hat sich stets für die Diözese seines Freundes Bischof Ambrose eingesetzt, jetzt wird ein Teil des Erbes des verstorbenen Pastor Henke die Grundlage für ein Stiftung. Unterstützt wird damit ein Projekt, in das bereits viele Spenden aus Warstein geflossen sind.

200 Frauen in der Diözese Thanjavur im Süden Indiens werden an der Krankenpflegeschule „Mutter Gottes der Gesundheit“ zur Zeit zu Krankenschwestern ausgebildet - auch dank der zahlreichen Spenden der Warsteiner Bürger nach der Flutkatastrophe in Indien 2004. Eine treibende Kraft hinter diesem Engagement war der verstorbene Pastor Henke. Nun soll aus einem Teil seines Erbes eine Stiftung entstehen, die junge Frauen in Thanjavur unterstützt, die Krankenpflegeschule besuchen zu können.

Dr. Devadass Ambrose Mariadoss, der Bischof von Thanjavur, brachte diese Nachricht mit nach Warstein. Der langjährige Freund von Pastor Henke feierte am Freitag morgen eine Messe in der St. Pankratius-Kirche und berichtete von der Pflegeschule, die von der Stiftung profitieren soll. „Jedes Jahr nehmen wir 50 Frauen auf und bilden sie zu Krankenschwestern aus“, erzählte Bischof Ambrose, „sie gehen anschließend in alle umliegenden Krankenhäuser. Der Bedarf ist groß.“

Pastor Henke unterstützte seinen Freund von Beginn an in seinem Engagement in der indischen Diözese. Als Henke im vergangenen Oktober starb, ließ Bischof Ambrose in Thanjavur eine Messe für ihn lesen. „Ich konnte leider nicht zu seiner Beerdigung kommen.“ Den Besuch am Grab holte er am Freitag nach. Anschließend ging es gemeinsam mit Dechant Thomas Wulf hinauf zum Lörmecke-Turm, wo Pastor Karl Henke als eine seiner letzten Aktionen ein großes Kreuz aufstellen ließ.

„Pastor Henke hat einen Erbteil der Diözese Thanjavu vermacht“, informierte Thomas Wulf die anwesenden Gemeindemitglieder. Aus diesem Geld solle nun die Stiftung entstehen, mit deren Mittel junge Krankenpflegeschülerinnen in Thanjavu unterstützt werden sollen.

Während des Warstein-Aufenthalts des Bischofs blieb auch noch Zeit für einen Vergleich zwischen der deutschen und der indischen Kirchenarbeit: „Wir haben sehr viele jungen Gläubige in unseren Kirchen“, berichtete Bischof Ambrose. Die Kirche sei sehr präsent in der Öffentlichkeit und öffne sich auch zunehmend für neue Medien. „Da müssen wir uns fragen: Was müssen wir anders machen?“, nahm Dechant Wulf die Berichte des Bischofs zum Anlass, über die Arbeit der Kirche im heimischen Raum nachzudenken. Klar sei aber auch, dass sich der Rahmen für Kirchenarbeit in Deutschland verändert habe: „Heute gibt es so viele Angebote an Sonntagen, da sind wir nicht mehr alleine.“

Anna Gemünd

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2012-09-28 16:31
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