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Gute Aussichten für die Musikschule

19.07.2007 | 10:30 Uhr

Warstein. Der Stadt Warstein ist daran gelegen, den Betrieb der Musikschule weiterhin aufrecht zu erhalten. Das macht sie in einer Vorlage deutlich, die am Mittwoch, 15. August, Thema im Ausschuss für Soziales, Schule und Sport Thema sein wird. Neben ideo

Sieben an der Kultur interessierte Bürger hatten sich Ende März an Rat und Verwaltung der Stadt gewandt und den Vorschlag gemacht, die Musikschule mit Hilfe eines Trägervereins weiterzuführen. Bekanntlich hatte die Stadt im vergangenen Jahr beschlossen, die Einrichtung zum 31. Juli 2008 aus städtischer Trägerschaft zu nehmen.

Die Initiatoren Franz-Josef Berghoff, Franz Grobe, Dr. Winfried Scheef, Heidi Schmidt, Dr. Manfred Schütte, Dr. Hans Günther Weigelin und Sigrid Weigelin hatten in einem Konzeptpapier Überlegungen zu einigen Rahmenbedingen angestellt. Zwischenzeitlich haben Gespräche stattgefunden, in denen diese Rahmenbedingungen konkretisiert und ergänzt wurden.

Danach soll der Trägerverein ab 1. August 2008 die Führung der Musikschule übernehmen. Übereinstimmendes Ziel ist es, dass außer der Stellung von Personal und der Abrechung von Gebühreneinnahmen keine weiteren Leistungen mehr durch die Stadt Warstein erbracht werden.

Weiterhin soll die Stadt Warstein die bislang genutzten Räume sowie das Inventar unentgeltlich zur Verfügung stellen. Auch in Zukunft soll das städtische Personal die Schüler unterrichten, die Kosten übernimmt die Stadt.

Im Gegenzug gibt der Trägerverein die von den fest angestellten Lehrern erwirtschafteten Einnahmen an die Stadt Warstein weiter. "Wenn es sich nicht vermeiden lässt, werden nach und nach fest angestellte Musikschullehrer bei Bedarf in die Stadtverwaltung abgezogen", heißt es weiter in der Vorlage. Die Pädagogen sollen dann durch freie Mitarbeiter ersetzt werden. Obwohl die Stadt in dieser Sache Entscheidungshoheit hat, ist geplant, die Personalfragen mit dem Trägerverein abzusprechen. Der Einsatz und die Abrechnung von Honorarkräften erfolgt durch den Trägerverein, der mögliche Gewinne daraus einbehalten darf.

Nach zwei Schuljahren soll geprüft werden, ob der Trägerverein mit seiner Arbeit die Erwartungen erfüllt und ob er sich soweit konsolidiert hat, dass er zum Beispiel weitere finanzielle Lasten wie etwa Miete und Nebenkosten tragen kann.

Die Verwaltung der Musikschule wird durch die bereits bisher dort eingesetzte städtische Mitarbeiterin in dem bisherigen Stundenumfang weiter wahrgenommen. Allerdings wird zukünftig auf dieser Stelle neben der Schülerverwaltung und der Gebührenfestsetzung auch die komplette Einnahmebewirtschaftung erledigt.

Aus finanzieller Sicht bringt die Weiterführung der Musikschule in privater Trägerschaft Vorteile. Denn bei einer Schließung würden weiterhin für das gesamte verbliebene Personal Kosten anfallen, ohne dass Einnahmen durch Gebühren in die ohnehin gebeutelte Stadtkasse fließen. Die Verwaltung hat errechnet, dass bei einer Schließung weiterhin 325 920 Euro ausgegeben werden müssten, bei einer Weiterführung durch den Trägerverein lediglich 195 248 Euro. Weiterer Vorteil ist, dass die Stadt auch weiterhin auf das Personal zugreifen kann.

Wenn auch der Rat der Stadt Warstein der Vorlage zugestimmt hat, soll der Trägerverein schnellstmöglich gegründet werden.

Von Monika Flender

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