Geschichte wird auf Radtrasse lebendig
30.10.2009 | 19:17 Uhr 2009-10-30T19:17:00+0100
Sichtigvor. Malerisch und geschichtsträchtig ist das heimische Möhnetal — und seit gestern um eine Attraktion, den Warsteiner Möhnetal-Geschichtsweg, auf dem die Historie und Entwicklung dieser Landschaft dargestellt wird, reicher.
19 Tafeln an 13 Stationen laden zwischen Belecke und Niederbergheim auf der Kaiserroute zum Lesen und Entdecken ein. „Damit geht ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung”, betonte Bürgermeister Manfred Gödde gestern bei der offiziellen Eröffnung des Weges. „Wir haben lange an dieser Geschichte herumgedoktert”, zeigte er sich mit dem Ergebnis zufrieden. „Durch die Orts- und Wirtschaftsgeschichte ist der ganze Weg interessanter und lebendiger geworden.”
Entstanden war die Idee für den Geschichtsweg aus dem Wunsch heraus, den heimat- und naturkundlichen Lehrpfad, der Mitte der 80er Jahre in Kooperation mit dem „Haus Dassel Kreis” entstanden war und dessen Zustand in den letzten Jahren gelitten hatte, wieder touristisch ansprechend zu gestalten. „Es war dringend notwendig, eine Neugestaltung vorzunehmen”, erklärte Stadtmarketing-Chef Wolfgang Heppekausen. Zusammen mit den Ortsvorstehern und Vereinen setzte man sich zusammen, arbeitet intensiv an einem Konzept. „Früh haben wir Kontakt mit dem Stadtmarketingverband gesucht, es war eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit.”
Als einen wichtigen Schritt, nach dem Eisenbahn-Waggon, den man schon gemeinsam gestemmt habe, nun ein weiteres größeres Projekt im Möhnetal zu realisieren, bezeichnete Gerd Flaig, Vorsitzender des Stadtmarketingverbandes, den Möhnetal-Geschichtsweg. Er hoffe auch weiterhin, Projekte mit dem Arbeitskreis, der an der Realisierung mitgewirkt habe, anzustoßen. Fruchtbar sei die Zusammenarbeit mit dem Partner des Projektes, dem Touristik e.V. gewesen. „Dieses Projekt ist ein gutes, praktisches Beispiel dafür, wie die Zusammenarbeit unserer Vereine gewinnbringend für unsere Stadt gestaltet werden kann.” Von den Heimatvereinen seien Inhalte erarbeitet und ehrenamtliche Leistungen bei der Montage der Tafeln erbracht worden. „Dass wir vom Stadtmarketingverband uns zur Hälfte an den Kosten beteiligten, erleichterte die Sache weiterhin.”
Zusätzlich hat der Verband eine umfangreiche Internet-Präsentation erstellt. Unter www.moehnetalweg.de können alle auf dem Geschichtsweg dargestellten Themen ausführlich nachgelesen werden. „Ich hoffe, dieses Projekt wird auch ein paar belebende Auswirkungen auf den Tourismus im Möhnetal haben”, wünschte Flaig abschließend.
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