Gemeinsame Feier gegen Einsamkeit
23.12.2011 | 13:38 Uhr 2011-12-23T13:38:00+0100
Warstein. Für die meisten Ehrenamtlichen in sozialen Einrichtungen gibt es Feiertage, die sie privat mit ihrer Familie verbringen möchten. Das gilt jedoch nicht für die Freiwilligen in der Kontakt- und Beratungsstelle Tante Marias Laden. Und für sie gilt das auch nicht an Heiligabend, denn sogar am 24. Dezember sind sie für andere Menschen da.
Schon Tage vorher treffen sich die Helferinnen, um eine schöne Weihnachtsfeier vorzubereiten. In diesem Jahr haben sich 23 Frauen und Männer dafür angemeldet. Helga Schüller, Vorsitzende des Trägervereins IBAHS, berichtet, dass übers Jahr hauptsächlich psychisch Kranke, die nicht mehr behandlungsbedürftig sind, die Einrichtung an der Hauptstraße 26 besuchen. „Viele leben isoliert in kleinen Wohnungen, oft sind die Familienbezüge zerbrochen“, berichtet die Diplom-Psychologin, die nach ihrer Beschäftigung in der Westfälischen Klinik nun ehrenamtlich für den Verein arbeitet. „Heiligabend kriegen sie Angst, allein zu sein, dann kommen sie alle.“ Auch einige ältere Alleinstehende aus Warstein freuen sich über das Angebot.
Heidi Naruschewicus verbrachte im vergangenen Jahr erstmals den Heiligabend in Tante Marias Laden. „Ich wäre sonst ganz allein gewesen. Ich bin dafür so dankbar und möchte deshalb in diesem Jahr mithelfen“, sagt die 58-Jährige, deren Familie in England lebt. Sie gehört zum „Betreuten Wohnen“. Diese Form der Betreuung möchte Helga Schüller jedoch anders verstanden wissen: „Manche brauchen nach ihrer Krankheit noch einen persönlichen Assistenten“ und dieser ist auch sehr willkommen: „Das gibt mir Sicherheit“, erklärt Heidi Naruschewicus.
Auch Elisabeth Pielemeier ist nicht nur Gast im Café von Tante Marias Laden, sondern hilft auch häufig aus: „Mir geht es darum, dass ich etwas um die Hand habe, sonst grübele ich nur über Sorgen und Probleme. Arbeiten ist mir eine Hilfe, dann fühle ich mich besser.“ Sie springt stundenweise ein, wenn Mitarbeiter erkrankt sind, und übernimmt Aufgaben wie das Mittagessen portionieren und verteilen, das aus der Küche des Seniorenheims geliefert wird, ab und an mal einen Kuchen backen, Spülmaschine ein- und ausräumen und andere hauswirtschaftliche Handgriffe. Obwohl sie selbst den Heiligabend mit ihren Brüdern feiert, half Elisabeth Pielemeier (58) bei den Vorbereitungen. Mit Heidi Naruschewicus sorgt sie dafür, dass alle Besucher der Heiligabend-Feier mit Plätzchen versorgt werden. „Wir haben drei verschiedene Sorten gebacken; zum Kaffeetrinken gibt es ein Plätzchen-Büfett, an dem sich jeder bedienen kann“, so die Allagenerin, die über Tante Marias Laden auch in Warstein einige Freunde und Kontakte gefunden hat.
Das Programm der um 14 Uhr beginnenden Feier ist geprägt von Vorlesen, Rezitieren der Weihnachtsgeschichte und Singen. Sein Kommen zugesagt hat auch diesmal Otto Nelken mit seiner Frau Uschi. Auf seinem Akkordeon spielt er nicht nur weihnachtliche Weisen, sondern auch Shantys und Seemannslieder. Nach dem besinnlich-fröhlichen Teil kommt ein richtiges Festtagsmahl auf den Tisch: Schweinebraten mit Rotkohl und Klößen. „Den Braten haben sich die Gäste gewünscht“, erklärt Helga Schüller. Zubereitet wird er von Antonio Navarro, IBAHS-Geschäftsführer, der vor einigen Tagen auch den Tannenbaum im Café aufgestellt hat. Für das Essen, inklusive Kaffeetrinken und Getränke zahlt jeder Teilnehmer einen Obolus von 7 Euro. Da dies natürlich nicht ausreicht, würden sich Gäste und IBAHS freuen, wenn die Warsteiner Bevölkerung für diesen Zweck etwas spendet: Sparkasse Lippstadt: BLZ 416 500 01; Konto: 1800 54 00 70.
Nach Ende der Feier, wenn sich die Türen von Tante Marias Laden gegen etwas 18 Uhr schließen, macht sich Brigitte Gossing an die Arbeit: Die 70-Jährige, die in einer Wohngemeinschaft im Obergeschoss des Cafés lebt, räumt alles wieder auf. „Wenn wir zurück sind, hat sie schon wieder ‘klar Schiff’ gemacht“, freut sich Helga Schüller über die Hilfe. Zusammen mit Jasmin Monzlinger, Angestellte im Betreuten Wohnen, bringt sie die restlichen Gäste nach Hause, die nach den Stunden in Tante Marias Laden glücklich und zufrieden in ihre Wohnungen zurückkehren. Erst dann nimmt sich Helga Schüller Zeit für Privates: Sie verbringt den weiteren Heiligabend mit einer Freundin und einer Nachbarin.
Für die meisten Ehrenamtlichen in sozialen Einrichtungen gibt es Feiertage, die sie privat mit ihrer Familie verbringen möchten. Das gilt jedoch nicht für die Freiwilligen in der Kontakt- und Beratungsstelle Tante Marias Laden. Und für sie gilt das auch nicht an Heiligabend, denn sogar am 24. Dezember sind sie für andere Menschen da.
Schon Tage vorher treffen sich die Helferinnen, um eine schöne Weihnachtsfeier vorzubereiten. In diesem Jahr haben sich 23 Frauen und Männer dafür angemeldet. Helga Schüller, Vorsitzende des Trägervereins IBAHS, berichtet, dass übers Jahr hauptsächlich psychisch Kranke, die nicht mehr behandlungsbedürftig sind, die Einrichtung an der Hauptstraße 26 besuchen. „Viele leben isoliert in kleinen Wohnungen, oft sind die Familienbezüge zerbrochen“, berichtet die Diplom-Psychologin, die nach ihrer Beschäftigung in den Westf. Kliniken nun ehrenamtlich für den Verein arbeitet. „Heiligabend kriegen sie Angst, allein zu sein, dann kommen sie alle.“ Auch einige ältere Alleinstehende aus Warstein freuen sich über das Angebot.
Heidi Naruschewicus verbrachte im vergangenen Jahr erstmals den Heiligabend in Tante Marias Laden. „Ich wäre sonst ganz allein gewesen. Ich bin dafür so dankbar und möchte deshalb in diesem Jahr mithelfen“, sagt die 58-Jährige, deren Familie in England lebt. Sie gehört zum „Betreuten Wohnen“. Diese Form der Betreuung möchte Helga Schüller jedoch anders verstanden wissen: „Manche brauchen nach ihrer Krankheit noch einen persönlichen Assistenten“ und dieser ist auch sehr willkommen: „Das gibt mir Sicherheit“, erklärt Heidi Naruschewicus.
Auch Elisabeth Pielemeier ist nicht nur Gast im Café von Tante Marias Laden, sondern hilft auch häufig aus: „Mir geht es darum, dass ich etwas um die Hand habe, sonst grübele ich nur über Sorgen und Probleme. Arbeiten ist mir eine Hilfe, dann fühle ich mich besser.“ Sie springt stundenweise ein, wenn Mitarbeiter erkrankt sind, und übernimmt Aufgaben wie das Mittagessen portionieren und verteilen, das aus der Küche des Seniorenheims geliefert wird, ab und an mal einen Kuchen backen, Spülmaschine ein- und ausräumen und andere hauswirtschaftliche Handgriffe. Obwohl sie selbst den Heiligabend mit ihren Brüdern feiert, half Elisabeth Pielemeier (58) bei den Vorbereitungen. Mit Heidi Naruschewicus sorgt sie dafür, dass alle Besucher der Heiligabend-Feier mit Plätzchen versorgt werden. „Wir haben drei verschiedene Sorten gebacken; zum Kaffeetrinken gibt es ein Plätzchen-Büfett, an dem sich jeder bedienen kann“, so die Allagenerin, die über Tante Marias Laden auch in Warstein einige Freunde und Kontakte gefunden hat.
Das Programm der um 14 Uhr beginnenden Feier ist geprägt von Vorlesen, Rezitieren der Weihnachtsgeschichte und Singen. Sein Kommen zugesagt hat auch diesmal Otto Nelken mit seiner Frau Uschi. Auf seinem Akkordeon spielt er nicht nur weihnachtliche Weisen, sondern auch Shantys und Seemannslieder. Nach dem besinnlich-fröhlichen Teil kommt ein richtiges Festtagsmahl auf den Tisch: Schweinebraten mit Rotkohl und Klößen. „Den Braten haben sich die Gäste gewünscht“, erklärt Helga Schüller. Zubereitet wird er von Antonio Navarro, IBAHS-Geschäftsführer, der vor einigen Tagen auch den Tannenbaum im Café aufgestellt hat. Für das Essen, inklusive Kaffeetrinken und Getränke zahlt jeder Teilnehmer einen Obolus von 7 Euro. Da dies natürlich nicht ausreicht, würden sich Gäste und IBAHS freuen, wenn die Warsteiner Bevölkerung für diesen Zweck etwas spendet: Sparkasse Lippstadt: BLZ 416 500 01; Konto: 1800 54 00 70.
Nach Ende der Feier, wenn die Türen von Tante Marias Laden gegen etwas 18 Uhr schließen, macht sich Brigitte Gossing an die Arbeit: Die 70-Jährige, die in einer Wohngemeinschaft im Obergeschoss des Cafés lebt, räumt alles wieder auf. „Wenn wir zurück sind, hat sie schon wieder „klar Schiff“ gemacht“, freut sich Helga Schüller über die Hilfe. Zusammen mit Jasmin Monzlinger, Angestellte im Betreuten Wohnen, bringt sie die restlichen Gäste nach Hause, die nach den Stunden in Tante Marias Laden glücklich und zufrieden in ihre Wohnungen zurückkehren. Erst dann nimmt sich Helga Schüller Zeit für Privates: Sie verbringt den weiteren Heiligabend mit einer Freundin und einer Nachbarin.
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