Friede, Freude fantastische Festivals
11.08.2011 | 17:23 Uhr 2011-08-11T17:23:13+0200
Bersenbrück/ Anröchte/ Wacken.Unsere jungen Autoren waren am letzten Wochenende auf verschiedenen Festivals unterwegs. Was sie beim „Big Day Out“ in Anröchte, bei„Wacken Open Air“ und beim eher unbekannten Festival „Reggae Jam“ in Bersenbrück erlebt haben, haben Lena Seiferlin, Carolin Fisch und Miriam Seiferlin für uns festgehalten.
Unsere Junge WP-Autoren waren am letzten Wochenende auf verschiedenen Festivals unterwegs. Was sie beim „Big Day Out“ in Anröchte, bei„Wacken Open Air“ und beim eher unbekannten Festival „Reggae Jam“ in Bersenbrück erlebt haben, haben Lena Seiferlin, Carolin Fisch und ... für uns festgehalten.
Reggae Jam
Mit den Soca Twins am Donnerstag, Assassin am Samstag und Etana dann am Sonntag für mich ein echtes Muss.
Also habe ich mich der großen Truppe um „Top Frankin“, ein em befreundeten Soundsystem, angeschlossen. Zusammen wollten sie ein riesiges Camp auf die Beine stellen, mit Zapfanlage, DJ-Pult und Boxentürmen, 5x10m-Festzelt und kostenlosem Bier- und Rumpunschausschank für alle Feiernden.
Am Donnerstag, den 4. August, war es dann soweit. Um halb 4 traf ich mich mit zwei anderen Mädels um die ca. 1 ½ stündige Fahrt ins nördlich von Osnabrück gelegene Bersenbrück anzutreten. Unterwegs besorgten wir noch schnell etwas Crushed Ice für den Rumpunsch, dann ging es auch schon auf ‘s Campinggelände. Mein erstes Festival, auf dem man mit dem Auto am Zelt parken kann - eine tolle Erfindung! Und nicht nur mit dem Auto, für Boxen und Anlage war doch glatt ein Truck besorgt worden. Außerdem standen schon viele Zelte, ein 9x3m-Pavillon und das Festzelt, als wir ankamen.
Nach Einräumen des Zeltes konnte unser Wochenende also starten und gleich am Donnerstag Abend ging es ins Soundzelt zu den Soca Twins. Es war zwar extrem warm und super anstrengend aber eine richtig gute Party, ich freute mich schon auf den nächsten Abend, wenn die beiden DJs bei uns im Camp auflegen würden. Hier ging mittlerweile eine richtig gute Party mit Top Frankin’ und dem Münsteraner Sound „Supertuff“, sodass wir gleich weiterfeiern konnten.
Am Freitag dann wieder Party im Camp, eben mit den Soca Twins aus Berlin. Außerdem ging ich zusammen mit Maren zum Festivalgelände, um mir Konshens anzusehen. Der machte richtig Stimmung und brachte seinen Mega-Hit „Good Girl Gone Bad“ auch ohne Tarrus Riley.
Übrigens hatten wir bis dahin nicht ein Mal Regen, anders als angekündigt, was jedoch bewirkte dass der feine Dreck von dem Maisfeld auf dem wir unser Lager aufgeschlagen hatten, in allen Klamotten, in den Haaren und auf der Haut festsaß.
Freitagnacht dann der erste kleine Schauer, glücklicherwiese sickerte alles schnell ein und der Boden staubte nicht mehr ganz so viel.
Den Samstag verbrachten wir damit, das Camp wieder herzurichten, und uns ein bisschen auszuruhen. Am Abend gingen wir zunächst wieder auf das Festivalgelände im Klostergarten und sahen uns Newcomer Romain Virgo, und Superstar Assassin an. Dieser lieferte eine grandiose Show und beeindruckte mit seiner Stimme, die live genauso klingt wie auf CD. Dank der vielen großen Bäume vor der Bühne blieben wir trotz Dauerregen trocken und erwischten für den Heimweg eine kurze Trockenphase.
Kaputt wie ich war ging ich nach ein bisschen tanzen am Camp früh ins Bett und schlief zum ersten Mal überhaupt auf einem Festival 7 Stunden durch!!
Sonntag war dann nach dem üblichen Gang zur Dusche und zum Frühstücksstand, an dem es den obligatorischen Kaffee gab, abbauen und packen angesagt. Ganz schön anstrengend, so ein riesen Festzelt wieder zu zerlegen und vor allem platzsparend zu verstauen.
Am frühen Abend, nach dem heftigsten Regenschauer an diesem sonst so schönen Wochenende, wollte ich unbeding t die jamaikanische Reggae-Künstlerin Etana sehen. Vor der Bühne angekommen dann die traurige Nachricht „Etana verspätet sich leider um ungefähr 1 ½ Stunden, wird dann aber auf jeden Fall spielen“. Um mich rum natürlich nur enttäuschte Mienen.
Wir machten uns zunächst auf den Weg zurück zum Campingplatz, wo mich dann meine Mitfahrgelegenheit damit überraschte, dass alle einfach nur fertig waren und nach Hause fahren wollten.
Da ich selber nicht mehr besonders motiviert war noch einmal zur Bühne zu laufen, willigte ich also ein und verpasste somit leider Etana.
Trotzdem war es für mich eines der besten Festivals, allein schon wegen der wunderbaren Location im beschaulichen Bersenbrück.
Big Day Out
„Big Day Out“– eines der größeren Festivals und dann nur knapp 15 km von Warstein entfernt. Das sollte man sich daher wirklich nicht entgehen lassen. Eine Woche zuvor war ich Besucherin des Adam Festivals in Soest. Hiervon war ich jedoch ziemlich enttäuscht, denn die Veranstaltung fand irgendwie nicht den richtigen Anklang. Zumindest war die Besucherzahl nur mäßig.
Ganz im Gegenteil aber das Anröchter Festival „Big Day Out“, hier war man wirklich einer von Tausenden. Besonders gefreut habe ich mich über viele alt bekannte Gesichter, die ich schon seit längerer Zeit nicht mehr gesehen habe.
Bereits am Freitagnachmittag habe ich vor den zwei Bühnen mir so gut wie jede Band angeschaut und die Musik genossen. Besonders gut gefallen haben mir hier Daniel Wirtz, Itchy Poopzkid und vor allem H-Blockx. Die vier Jungs von H-Blockx sorgten für besonders gute Stimmung. Bei ihrem Auftritt geriet das Publikum regelrecht außer Rand und Band.
Das Beste kommt zum Schluss, heißt es ja eigentlich, aber von dem Top Act „Good Charlotte“ aus Amerika war ich nicht sonderlich begeistert. Musikalisch habe ich wirklich mehr von ihnen erwartet.
Mit Regenjacke und festen Schuhen ging das Festival für mich erst am Samstagabend wieder los. Anstatt „Sascha in der neuen Formation“ mit der Band „Dick Brave“ hätte ich ihn doch lieber als Solosänger, wie in den 90-er Jahren mit seinen Liebesliedern gehört.
Mein ganz persönliches Highlight am Samstagabend war die amerikanische Band „Zebrahead“. Die Jungs machten wirklich sehr gute Musik und brachten die Stimmung der Festivalbesucher so ziemlich auf den Höhepunkt. Bei dem ein oder anderen aber auch ein paar blaue Flecken oder Beulen am Kopf, denn im „Pogo“ ging es wild her.
Alles in allem fand ich das Festival recht gut. Dennoch, das Publikum war teilweise sehr zurückhaltend und einige Bühnenshows mehr, hätten der gut organisierten Veranstaltung sicherlich gut getan.
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