Firma Brühne trennt sich von Werksleiter
29.03.2011 | 17:10 Uhr 2011-03-29T17:10:00+0200
Warstein.Der geschäftsführende Gesellschafter Heinrich Brühne hat die Werksleitung für den Steinbruch Brühne in Warstein übernommen. Wie Bürgermeister Manfred Gödde in der Ratssitzung berichtete, ist der Verantwortliche vor Ort, Dr. Heinz Bauer, der bislang „vorläufig beurlaubt“ war, nicht mehr bei Brühne beschäftigt.
Nach der Fehlsprengung im Steinbruch „Morgensonne“ vom 12. Januar war Dr. Bauer in die Schusslinie geraten. So gab es sogar einen Ratsbeschluss, sowohl ihm, als auch Heinrich Brühne wegen „persönlicher Unzuverlässigkeit“ die Genehmigung zu entziehen. Anfang Februar wurde Bauer bis zum Abschluss der Untersuchungen vorübergehend von seinen Aufgaben entbunden — das diene in erster Linie dem Schutz des Mitarbeiters, begründete der Firmenchef diesen Schritt.
Endgültiges Aus
Jetzt kam das endgültige Aus. Man habe sich „geeinigt, dass die Wege sich trennen“, erklärte am Dienstag Annette Fischer, Sprecherin der Brühne-Gruppe, zur WAZ-Mediengruppe, ohne weitere Details nennen zu wollen. Der Sprengberechtigte, der seit 1993 im Steinwerk Warstein beschäftigt war und seit 13 Jahren Sprengungen durchführte, muss seinen Schreibtisch bei Brühne räumen.
Bei seiner Arbeit als Geschäftsführer in Warstein kann Heinrich Brühne auf die Hilfe von Alfred Reineke zurückgreifen; der ehemalige Betriebsleiter steht stundenweise als Berater zur Verfügung. Geplant sei, die Stelle neu zu besetzen.
Zeugen vorladen
Unterdessen beschäftigt sich die Staatsanwaltschaft Arnsberg weiter mit dem Warsteiner Steinflug und die Folgen. Zahlreiche Zeugen müssen vorgeladen und gehört werden. Frühestens im Mai, so der zuständige Staatsanwalt Klaus Neulken, könnten erste Erkenntnisse vorliegen. Der Kreis Soest hat zudem prophylaktisch eine Ordnungswidrigkeitsanzeige erlassen für den Fall, dass die staatsanwaltlichen Ermittlungen eingestellt werden. Hier könnte Dr. Bauer dann ein Bußgeld drohen, dessen Höhe noch nicht festgelegt ist, das aber bis zu 40.000 Euro betragen kann.
Bürgermeister Gödde hat zwischenzeitlich Landrätin Eva Irrgang eingeladen, um mit ihr über den Steinabbau und die besondere Problematik für Warstein zu sprechen.
12:43
War(stein!!)