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Esser profitiert von Verkauf

30.01.2012 | 16:39 Uhr
Esser profitiert von Verkauf
Esser-Werke aus der Luft

Warstein.Die Esser-Werke werden vom Verkauf der Firma Putzmeister an das chinesische Unternehmen Sany Heavy Industries profitieren, glaubt Geschäftsführer Dr.-Ing. Albert Daniels.

Bis Mitte vergangenen Jahres gehörte „Esser Twin Pipes“ zum Putzmeister-Konzern: Im Oktober 2006 wurde das Warsteiner Traditionsunternehmen von der Firma Putzmeister (Aichtal) übernommen. Im vergangenen Jahr übernahm Putzmeister-Eigentümer Karl Schlecht das Warsteiner Unternehmen in sein „Privatportfolio“. Die guten Verbindungen und Geschäftsbeziehungen blieben natürlich erhalten.

Dr.-Ing. Albert Daniels sieht durchaus positive Aspekte des jetzigen Verkaufs: „Das erweitert unser Kundenportfolio“. Kurzfristige Auswirkungen werde die Transaktion für Warstein wohl nicht haben. Der Geschäftsführer betont den großen Marktanteil, den Esser besitzt. All die beteiligten Firmen „sind unsere Kunden, und das wird sich kaum ändern.“ Schließlich sei man bei den extrem verschleißfreien Stahlrohren „zu 99 Prozent Alleinlieferant“. Oder anders ausgedrückt: „In Europa kommt man um uns gar nicht herum.“

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Warstein

Seit 1949 sind die Warsteiner Esser-Werke auf die Herstellung von hochverschleißfesten Förderrohren und Rohrformstücken spezialisiert. Kunden sind Unternehmen wie Betonpumpenhersteller und -betreiber, Bergbaubetriebe, Kies- und Sandwerke, die chemische Industrie, Glashütten und Anlagenbau. Ein Schwerpunkt liegt dabei im Bereich von Förderrohren für Betonpumpen. Überall auf der Welt, wo hochverschleißfeste Förderleitungen benötigt werden, sind „Esser Twin Pipes“ im Dauereinsatz. Esser hat Produktions-/Vertriebsgesellschaften in USA, China und Frankreich.

Und auch sonst ist der Esser-Chef zufrieden: „Gut geht es uns“. Nach noch einem Millionen-Überschuss in 2008 rutschte Esser 2009 mit mehr als vier Millionen Euro in die Miesen; Mitarbeiter mussten entlassen werden, Kurzarbeit wurde angeordnet, der Umsatz rauschte angesichts der Konjunktur in den Keller.

Dann kam die Wende und 2011 war wieder ein gutes Geschäftsjahr für die Warsteiner, „wie früher“. Insbesondere ein Auftrag sorgte dafür, dass die Twin Pipes aus dem Sauerland in der Öffentlichkeit bekannt wurden: Esser lieferte nach dem Reaktor-Unglück in Fukushima dringend benötigte Stahlrohre nach Japan. „Vom Volumen war der Auftrag kein großer Hit“, bilanziert Geschäftsführer Daniels, „einer von vielen: Allein davon hätten wir nicht überlebt.“

Die Zahl der Mitarbeiter liegt derzeit wieder knapp unter 70 – und es gibt aktuell neue, noch unbesetzte Stellen im Unternehmen. Zu früheren Zeiten waren es mal über 160 Leute. Daniels: „Wir sind heute kleiner, dafür aber effektiver als früher.“ 2011 habe man „gut über Plan gelegen“ – und so soll es auch bleiben.

Manfred Böckmann

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