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Eine grüne Ampel für jedes Neubauprojekt

14.02.2012 | 15:06 Uhr
Eine grüne Ampel für jedes Neubauprojekt
Generationenfreundliches Wohnen

Warstein.Wann ist ein Wohngebäude „generationenfreundlich“? Anhand von neun Kriterien soll diese Frage künftig bei Neubauten beantwortet – und entsprechend dem Ampel-System dokumentiert werden.

Die Idee zu dem neuen Zertifikat kommt vom Themenforum „Aktiv im Alter“, das im Rahmen der Lokalen Bündnisse für Familien im Kreis Soest Anfang 2011 gegründet wurde. Angesichts des demografischen Wandels erscheint es immer wichtiger, dass Wohnhäuser auch für die ältere Generation einen optimalen Lebensraum bieten und so attraktiv bleiben.

Barrierefrei errichten

Gerade im Hinblick auf die demografische Entwicklung sollte zukünftig verstärkt barrierefrei gebaut werden, betont das Themenforum: „Dabei gilt es zunächst auch, das Bewusstsein auf die Vorteile eines barrierearmen und barrierefreien Bauens zu lenken. Auf diese Weise kann dem Wunsch der meisten Menschen nachgekommen werden, auch im Alter in der vertrauten Umgebung der eigenen Wohnung bleiben zu können“.

Auch das Warsteiner Bauordnungsamt ist mit von der Partie, denn zuständig für die Vergabe des Zertifikats mit Ampel-Symbol sind die Experten vor Ort. Künftig können Bauherren die Zertifizierung in Warstein zeitgleich mit ihrem Bauvorhaben beantragen.

Wichtig, so Stefanie Luse von der Stadt, sei, dass zunächst lediglich Neubauten zertifiziert werden können. Hintergrund: Beim Bauantrag müssen die benötigten Kriterien aufgeführt und berechnet werden, so dass es vergleichsweise einfach ist, die Punkte abzuarbeiten und so zu entscheiden, ob das Ampel-Zertifikat am Ende in Rot, Geld oder Grün leuchtet: Wenn mindestens sieben der neun Aspekte erfüllt sind, gibt es das leuchtende Grün. Zusätzliche Kosten sind mit der Zertifizierung nicht verbunden.

Kriterien
Diese Punkte werden überprüft

Stufenloser Zugang zum Gebäude.

Keine Stufen auf den Ebenen.

Balkon/Terrasse mindestens 1,50 mal 1,50 Meter groß.

Flurbreite mindestens 120 cm.

Durchgangsbreite aller Türen und Durchgänge mindestens 80 cm.

Die Bewegungsflächen vor Türen betragen auf der aufschlagenden Seite mindestens 1,50 mal 1,50 Meter und auf der nicht aufschlagenden Seite mindestens 1,50 Breite mal 1,20 Meter Tiefe.

Treppen haben eine Breite von mindestens 90 cm, bei Mehrfamilienhäusern 120 cm, keine Wendeltreppen.

Das Bad umfasst mindestens 8 Quadratmeter, die Bewegungsflächen vor der Toilette und dem Waschbecken betragen mindestens jeweils 1,20 mal 1,20 m.

Es ist ein Abstellplatz für Kinderwagen/Rollator/Rollstuhl in Eingangsnähe vorgesehen.

Stefanie Luse glaubt, dass das Zertifikat bei der Vermietung oder auch Vermarktung „nicht von Nachteil sein“ wird. Das Projekt „soll Bauherren ermutigen, gleich bei der Planung an spätere Zeiten zu denken; viele denken bisher nicht so weit.“ Gleichwohl glaubt die Sachgebietsleiterin: „Es wird einige Zeit dauern, bis alle Bauherren dafür sensibilisiert sind.“ Daher gehe es zunächst darum, alle Bauherren auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen.

Dazu diente auch eine Präsentation in der vergangenen Woche beim Kreis, zu der auch Architekten, Wohnungs- und Siedlungsbaugenossenschaften sowie heimische Banken eingeladen waren.

Neben allen positiven Aspekten sieht Stefanie Luse auch die zusätzliche Arbeit, die das Projekt zwangsläufig im Rathaus verursacht: „Man muss mal schauen, wie sich die Sache entwickelt.“

Manfred Böckmann

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Kommentare
15.02.2012
13:25
Eine grüne Ampel für jedes Neubauprojekt
von Jenswi | #1

Ich habe selten so einen Unsinn gelesen!

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