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Die „Neue Mitte“: Sparkasse rechnet

02.12.2010 | 17:29 Uhr
Die „Neue Mitte“: Sparkasse rechnet
Quo vadis Rathaus? Noch ist völlig offen, wohin der Weg der Stadtverwaltung führt. Foto: Hans-Albert Limbrock

Warstein.(Lim) Jetzt wird es ernst: Die Sparkasse Lippstadt hat von Investor Hubert Bövingloh in dieser Woche erstmals ein Angebot zu einem Umzug in die „Neue Mitte Warstein“ erhalten. Das hat Jürgen Riepe, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Lippstadt, gestern bestätigt. Bereits im Oktober hat unsere Zeitung exklusiv darüber berichtet, dass es ernsthafte Überlegungen über einen Umzug der Stadtverwaltung in die Sparkassen-Immobilie gibt. Im Gegenzug dazu würde sich das heimische Geldinstitut in der Neuen Mitte ansiedeln.

Jürgen Riepe: „Wir haben am Dienstag einen ersten Entwurf zu einem möglichen konkreten Angebot des Investors zum Umzug der Sparkasse in die Neue Mitte Warstein erhalten, und wir haben den Taschenrechner angeworfen.“ Grundsätzlich beschäftige man sich bereits seit Anfang September mit diesem Thema. Initiator dafür war Bürgermeister Manfred Gödde, der die Idee dieses auf den ersten Blick ungewöhnlichen „Tausches“ ins Spiel gebracht hat. Gödde war vor seiner Wahl zum Bürgermeister bis 2004 selbst Angestellter der Sparkasse.

Bis ein erstes Ergebnis über die Machbarkeit vorliegt, wird es noch etwas dauern, wie Sparkassen-Pressesprecher Karl Brüggenolte erklärte: „Solch eine Prüfung kann natürlich nicht in zwei Tagen geschehen.“ Und Riepe ergänzte: „Natürlich können und müssen wir (auch) rechnen. Dazu wird letztlich der Taschenrechner nicht reichen, hier ist schon eine umfangreiche Kosten- und Nutzenanalyse unter Einbeziehung des jetzigen Sparkassenkomplexes erforderlich.“

Der Umzug der Stadtverwaltung in eine andere Immobilie in der Innenstadt ist zwingend erforderlich, wenn die Bövingloh-Gruppe die Pläne für ein Wohn- und Geschäftszentrum im Zentrum realisieren soll. Bei der Versammlung des Verkehrs- und Gewerbevereins (wir berichteten ausführlich) hatte Hubert Bövingloh noch einmal betont, dass am Abriss des Rathauses kein Weg vorbei führe: „Sonst ist das nicht zu realisieren.“ Laut Bürgermeister Gödde fällt spätestens im Februar die Entscheidung über die Zukunft der Verwaltung.

Hans-Albert Limbrock

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