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Tipps für den Frühling

Der modebewusste Gärtner pflanzt Rosa und Pink

20.02.2010 | 08:00 Uhr
Der modebewusste Gärtner pflanzt Rosa und Pink

Warstein. Die warmen Sonnenstrahlen der letzten Tage haben die ersten Frühlingsgefühle geweckt. So schnell wird der Winter aber wohl nicht weichen, darum holen wir uns den Frühling in die Zeitung und fragen nach, was der Gartenfreund 2010 pflanzt.

Narzissen können auch schon bei leichten Minusgraden (bis Minus 2 Grad) gepflanzt werden.

Hans-Josef Hötte von „Blumen Hötte” in der Hochstraße weiß, was der modebewusste Blumenfreund in dieser Saison unbedingt pflanzen muss. „Pink und Rosa sind angesagt”, erklärt er. Passend zu den Trendfarben in den Bereichen Wohnen und Bekleidung. „Aber auch das klassische Gelb gibt es wieder.”

Neu ist in diesem Jahr die „Gefüllte Primel” - Primula Acaulis im Lateinischen. Ansonsten füllen Narzissen, Primeln und Hyazinthen die Gewächshäuser. „Gerade für die Gärtnereien wird es Zeit, dass die Frühlingsblüher rauskommen”, erklärt Hans-Josef Hötte. „Sie brauchen Platz für die Sommerpflanzen.”

Dass sich die Frühjahrsbeplanzung nach diesem strengen Winter aber verzögern wird, ist wohl keine große Überraschung. „In den vergangenen Jahren ging es immer etwa Anfang März los mit der Frühjahrsbepflanzung”, erinnert sich der Fachmann. Narzissen und Hyazinthen könnten aber auch schon bei leichten Minusgraden (bis Minus zwei Grad) gepflanzt werden. „Primeln hingegen sind empfindlich”, so Hötte.

Wer trotz der eisigen Temperaturen, Schnee und Eis aber nicht länger auf bunte Frühjahrsboten verzichten möchte, für den hat Hans-Josef Hötte einen Tipp: „Bepflanzte Körbe kann man sich jetzt schon gut ins Haus stellen. Wenn sie hell und nicht zu warm stehen, halten sich die Blumen bis zu 14 Tage.”

Dipl.-Ingenieur Markus Teutenberg und Ingrid Heer geben Tipps.

Mit der Frühjahrsbepflanzung allein ist es aber noch nicht getan, auch der Garten muss auf Vordermann gebracht werden, wenn es in der Natur beginnt zu sprießen. „Eigentlich würde es jetzt logehen”, erklärt Dipl.-Ingenieur Markus Teutenberg vom Garten- und Landschaftsbau Heer. „Wegen des strengen Winters liegen wir aber etwa einen Monat zurück.” Ist der Schnee erstmal getaut und der Frost aus dem Boden, müssen Stauden beschnitten, der Boden gedüngt und der Rasen vertikutiert werden.

Ob nun der Herbst- oder der Frühjahrsschnitt gemacht wird, das spiele keine Rolle. Vermieden werden sollte aber der „Perückenschnitt”. „Ich sehe oft, dass alles rund geschnitten wird”, erzählt Teutenberg und in seiner Stimme schwingt mit, dass ihm allein der Gedanke daran weh tut. „Es ist wichtig, dass die Wuchsform der Pflanze beibehalten wird.”

Wer Sträucher und Bäume regelmäßig beschneidet, genießt viele Vorteile: Krankheiten werden früh erkannt und können herausgeschnitten werden, die Wuchsform bleibt erhalten und in der Regel lässt sich der (für Gartenfreunde oft schmerzhafte) Radikalschnitt bis zum Boden vermeiden.

Laura Mock

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