Das aktuelle Wetter Warstein 15°C
Integration

Bufdi ebnet Flüchtlingen den Weg in Warsteins Sportvereine

15.01.2016 | 12:00 Uhr
Bufdi ebnet Flüchtlingen den Weg in Warsteins Sportvereine
Stadtsportverband Warstein: Heiner Kutscher, Ali Lippert und Nils Hopf (von links) begrüßen Bufdi Johanna Ramme, die sich vor allem mit der Flüchtlingsarbeit beschäftigen wird.Foto: Thorsten Streber

Warstein.   Johanna Ramme bildet als Bufdi beim Stadtsportverband die Schnittstelle zwischen Asylbewerbern und dem Warsteiner Sport. Ihr genauer Arbeitsalltag muss sich erst noch finden.

Dass Flüchtlingen die Türen in den Warsteiner Sport weit offen stehen, beweisen Fußballmannschaften wie in Suttrop und Belecke, in denen Asylbewerber inzwischen ein fester Bestandteil sind. In Person von Johanna Ramme will der Stadtsportverband die Integration der neuen Mitbürger in die Mitgliedsvereine weiter vereinfachen. Die 20-Jährige leistet in dieser Funktion bis August ihren Bundesfreiwilligendienst (Bufdi).

„Das ist etwas ganz Neues für mich“, freut sich die Warsteinerin auf die Herausforderung. Als Bufdi wird sie eine Vermittlerposition zwischen Asylbewerbern und den Vereinen im gesamten Stadtgebiet einnehmen. „Ich bringe die Wünsche der Flüchtlinge mit den in Warstein vorhandenen Sportangeboten zusammen“, umreißt Johanna Ramme ihre Aufgabe.

Dafür wird sie vor allem Kontakt zu den ehrenamtlichen Initiativen in allen Ortsteilen aufnehmen. Bei einem Treffen in Belecke habe sie sich bereits vorgestellt – und die ersten Wünsche gesammelt. „Es gibt viele Flüchtlinge, die zum Beispiel schwimmen lernen möchten“, erzählt sie, „da wird es meine Aufgabe sein, einen Platz für sie zu finden.“

Spielnachmittage organisieren

Heiner Kutscher, stellvertretender Vorsitzender des Stadtsportverbandes, kann sich auch vorstellen, dass Johanna Ramme darüber hinaus Spiel- und Sportnachmittage an den größeren Flüchtlingsunterkünften organisiert. Von einer „netzwerkbildenden Funktion“ spricht Kutscher weiterhin. Doch soll in den kommenden Monaten auch ein konkretes Projekt entstehen und in einer Projektarbeit münden. „Es ist uns wichtig, dass da nach dem Ende der Bufdi-Zeit nichts verloren geht“, sagt er.

Offiziell angestellt ist Johanna Ramme beim Kreissportbund Soest (KSB), dessen Strukturen sie in ihren ersten Arbeitstagen kennen gelernt hat. Der künftige Einsatzort wird aber hauptsächlich Warstein sein. Der KSB und der Landessportbund ermöglichen Johanna Ramme verschiedene Fortbildungsmöglichkeiten auf dem Gebiet der Flüchtlingshilfe. Schon vor ihrem Bufdi hat sie Kindern von Asylbewerbern am Gymnasium auf ehrenamtlicher Basis Deutsch beigebracht. „Das würde ich auch gerne weitermachen“, betont die 20-Jährige.

Nach dem Abitur 2014 hat Johanna Ramme zuletzt ein Jahrespraktikum im Kindergarten absolviert. Im kommenden Ausbildungsjahr will sie eine Lehre zur Erzieherin angehen. „Bis dahin wollte ich aber nicht nur faul zu Hause rumsitzen“, erklärt sie ihre Motivation. Dass ausgerechnet der Sport ihr Aufgabengebiet bildet, freut die 20-Jährige. „Ich habe selber Spaß am Sport und daran, etwas gemeinsam im Verein zu machen“, erzählt sie. So spiele sie Tennis beim TC Warstein und reite. „Für mich muss es nicht immer der Wettkampf sein“, sagt sie.

Die Integration von Flüchtlingen in den Warsteiner Vereinssport lag bislang ausschließlich bei den einzelnen Vereinen. „Da wurden die Hürden in den vergangenen Monaten schon deutlich runtergeschraubt“, weiß Heiner Kutscher, „damit wir die Integration hinbekommen.“

Thorsten Streber

Kommentare
Funktionen
Fotos und Videos
Feuerwehrübung Stadt Rüthen
Bildgalerie
Feuerwehr
Bundesschützenfest 2016
Bildgalerie
Tradition
article
11462934
Bufdi ebnet Flüchtlingen den Weg in Warsteins Sportvereine
Bufdi ebnet Flüchtlingen den Weg in Warsteins Sportvereine
$description$
http://www.derwesten.de/staedte/warstein/bufdi-ebnet-fluechtlingen-den-weg-in-warsteins-sportvereine-id11462934.html
2016-01-15 12:00
Warstein